In den vergangenen zehn Jahren konnte der Oberpfälzer Spezialmaschinenbauer den Umsatz von 870 Millionen auf jetzt 2,15 Milliarden Euro kontinuierlich erhöhen. Dass sich der Nettogewinn dabei vervielfachte und in diesem Jahr an die 100 Millionen Euro heranreicht, zeigt, wie rentabel das Wachstum dabei ist. Der Anstieg der Weltbevölkerung, der zunehmende Wohlstand in Ländern wie China, Russland oder Indien dürfte den weltweiten Markt für Getränke-Abfüllanlagen in den nächsten Jahren mit durchschnittlich 4,5 bis 5 Prozent wachsen lassen. Zudem kann das Familienunternehmen durch die Expansion der vergangenen Jahre nun als Komplettanbieter rund um das Thema Abfüllanlagen auftreten – das erhöht die Chancen für Großaufträge. Begehrt ist Krones schon jetzt in Südamerika, Russland und China, im dritten Quartal stiegen die Auftragseingänge insgesamt auf 653 Millionen Euro. Das sind 26 Prozent mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres und gut 100 Millionen Euro über dem Wert des zweiten Quartals. Dass Krones frühzeitig auf den Trend zur Kunststoffflasche aus PET setzte, kommt den Oberpfälzern jetzt zugute. Die Auslastung der Maschinen ist hoch, die Durchlaufzeiten in der Produktion sinken. Krones kann es sich erlauben, auf weniger lukrative Aufträge zu verzichten. Dass die Marge des Vorsteuergewinns (Ebit) mit 5,4 Prozent derzeit etwas hinter den Erwartungen hängt, liegt am Geschäftsbereich einfachere Maschinen. Allerdings, Sparmaßnahmen sind eingeleitet, und mit einem Umsatzanteil von 3,5 Prozent ist das kein Kerngeschäft. Zudem dürfte das Finanzergebnis die Delle ausgleichen, da in diesem Jahr überdurchschnittliche Ausschüttungen von Tochtergesellschaften verbucht werden. Krones-Aktien (Börsenwert knapp zwei Milliarden Euro) sind ein Wachstumswert unter den Maschinenbauern, mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV 2008) um 16 allerdings nicht mehr ganz billig.
Krones: Das Wachstum ist rentabel
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