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Landesbanken: HSH Nordbank zahlt Mitarbeitern Handgeld

Quelle: Handelsblatt Online

Da wird so mancher Kritiker wieder fragen: Haben die denn gar nichts gelernt? Die HSH Nordbank will mehr als jedem zehnten Mitarbeiter eine Halteprämie von durchschnittlich rund 35 000 Euro zahlen. Politiker reagieren mit Entsetzen.

Die HSH Nordbank will Halteprämie zahlen. Quelle: ap Quelle: handelsblatt.com
Die HSH Nordbank will Halteprämie zahlen. Quelle: ap Quelle: handelsblatt.com

HB HAMBURG. Eine Banksprecherin bestätigte am Mittwoch Medienberichte, wonach die Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein ein Programm plant, um wichtige Mitarbeiter zu halten. "Wir wollen Mitarbeiter halten, die wichtig für die Zukunft der Bank sind", sagte Sprecherin Ulrike Abratis. Politiker reagierten entsetzt auf die Pläne des Geldinstitutes, das mit staatlichen Milliardensummen über Wasser gehalten wird.

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Pro Person ist die Halteprämie den Angaben zufolge auf 120 000 Euro begrenzt. Bis zu 600 Mitarbeiter kommen in Betracht, wie es hieß. Bei einer von der Bank genannten durchschnittlichen Halteprämie von 35 000 Euro käme eine Gesamtsumme von 21 Mio. Euro zusammen.

Der Hintergrund: Bei der HSH Nordbank soll bis 2012 die Mitarbeiterzahl von 4 300 auf etwa 3 200 reduziert werden. Bisher wurden laut Bank 500 Jobs abgebaut, davon 250 über Abfindungen. Kündigungswilligen wurden bis zu 200 000 Euro Abfindung geboten.

Damit nicht auch Mitarbeiter gehen, die für die Neuausrichtung als wichtig eingestuft werden, wurde die Halteprämie erfunden, die die Hälfte einer möglichen Abfindung beträgt. Allerdings sagte die Sprecherin, bisher habe es noch gar keine Kündigungswelle der wichtigen Fachkräfte gegeben.

Die SPD-Opposition in Hamburg schäumte angesichts der Prämien: Die Regelung sei "neuer Beweis dafür, dass die Geschäftspolitik der Bank mit dem Wort Chaos noch nett umschrieben ist. Was in dieser Bank passiert, kann in der Stadt niemand mehr nachvollziehen", sagte Oppositionsführer Michael Neumann.

Zuletzt hatte eine Prämienzahlung von 2,9 Mio. Euro an Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher für Aufregung gesorgt.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 12.08.2009, 22:40 Uhrbewian

    Das finde ich mal ne gute idee, die "Führungskräfte von gestern", die das Desaster mit verursacht haben mit Prämien zu halten. Der normale bürger ist einfach sprachlos was in diesen banktürmen abgeht. Lasst diese Läden endlich pleite gehen, der Markt sorgt schon dafür wer zu welchen Konditionen einen neuen Job bekommt. Das festhalten von "verdienten Mitarbeitern und Führungskräften" sieht ganz danach aus, als sollte alles so weiter gehen wie bisher. Gibt es wirklich niemanden, der diesen banken-boni-Prämien-Schwachsinn endlich beendet und die "Truppen in die Wirklichkeit des realen Wirtschaftens" und realer Entlohnung zurück führt?

  • 12.08.2009, 19:54 Uhrzu pedro

    Und ohne Hirn!!!!!!!!

  • 12.08.2009, 17:07 Uhrpedro

    Ohne Worte!!!!!!!!!!!!!!

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