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Markbericht Tokio/Hongkong: Nikkei schließt auf Vier-Monats-Hoch

Quelle: Handelsblatt Online

Der Nikkei-Index an der Börse in Tokio hat am Mittwoch nach anfänglichen Verlusten auf dem höchsten Stand seit vier Monaten geschlossen. Auf die Stimmung drückten jedoch pessimistische Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke. Vor allem Finanzwerte mussten Federn lassen.

HB HONGKONG. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,2 Prozent höher bei 14 118 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um knapp ein Prozent auf 1373 Zähler. Auch die Indizes in Taiwan, Seoul und Shanghai tendierten im Plus. Hongkong und Singapur verbuchten dagegen Verluste.

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In Japan legten vor allem Exportwerte zu. Die Aktie des Industrieroboter-Herstellers Fanuc stieg um 3,5 Prozent, das Papier des Kameraherstellers Canon schloss über zwei Prozent im Plus. Auch Aktien von Unternehmen aus dem Metallbereich verbuchten Gewinne, nachdem Wissenschaftler sagten, das schwere Erdbeben in China habe die Kapazitäten zur Zinkförderung eingeschränkt. Die Aktie von Toho Zinc schloss 3,5 Prozent im Plus.

Zu den Verlierern gehörten dagegen Finanzwerte: Sie mussten Federn lassen, nachdem US-Notenbankchef Ben Bernanke gesagt hatte, die Probleme an den Finanzmärkten seien wohl noch lange nicht vorbei. Deutlich im Minus lagen etwa die Aktien der beiden größten japanischen Bankkonzerne, Mitsubishi UFJ und Mizuho Financial.

"Die Stimmung auf dem Markt - insbesondere bei den Finanzwerten - begann gerade, sich zu verbessern, aber Bernankes Äußerungen haben das praktisch im Keim erstickt", sagte Takashi Ushio von Marusan Securities.

Die US-Börsen hatten am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Abschlag von 0,34 Prozent bei 12 832 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte unverändert bei 1403 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte dagegen 0,27 Prozent auf 2495 Zähler zu.

Der Euro kostete in Fernost 1,5464 Dollar nach 1,5458 Dollar im späten US-Handel. Zur japanischen Währung lag er bei 162,09 Yen nach 161,99 Yen in den USA. Der Dollar wurde mit 104,80 gehandelt und präsentierte sich damit kaum verändert.

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