Angebot erweitern Mit Zusatzversicherungen aufrüsten

Wenn Ihnen das Angebot Ihrer GKV nicht reicht, sind Sie mit Zusatzversicherungen gut bedient.

Am Ende hackt eine Krähe der anderen eben doch kein Auge aus: So sehr sich gesetzliche und private Kassen auch öffentlich beharken, bei den lukrativen Zusatzversicherungen schreiten sie einträglich Seit’ an Seit’. Die gesetzlichen Kassen können eigene Zusatztarife stricken, viele kooperieren aber lieber mit einer PKV. Inzwischen sind rund 50 Millionen Zusatzpolicen verkauft, die meisten stammen von privaten Anbietern.

Die Auswahl ist groß und für die Kunden mit voller Absicht schwer vergleichbar – so mögen es die privaten Krankenkassen, denn das macht den Kunden jeden Wechsel schwer. Kluge Tarife springen immer dann ein, wenn die gesetzliche Kasse weitere Leistungen verweigert.

Zahnzusatzversicherungen. Sie sind zwar die beliebtesten Policen, aber an ihren komplizierten Vertragsbedingungen kann man sich die Zähne ausbeißen. Fakt ist für alle GKV-Kunden: Die Kassen dürfen von Gesetzes wegen nicht mehr als das Nötige beim Zahnersatz bezahlen, das Beste oder gar das Schönste steht nicht auf ihrer Liste. Vorausgesetzt, ihr Kunde tritt jährlich zur Kontrolle beim Zahnarzt an, zahlt die Kasse nur noch 60 Prozent für die einfachste Form des Zahnersatzes, etwa eine unverblendete Metallkrone. Will der Patient zahnfarbene Keramik zahlt er mehrere Hundert Euro zu. Implantate werden grundsätzlich Privatsache.

Die Zusatzpolicen offerieren unterschiedlichste Kostenübernahmen – aber nie die komplette. In den ersten Jahren sind die Leistungen häufig eingeschränkt: Der Kunde soll erst Kapital ansparen. Die Preise richten sich nach dem Alter und dem Zustand des Gebisses, sie reichen von 10 bis mehr als 50 Euro im Monat. Zum Vergleich: Ein Implantat kostet schnell 2000 Euro. Je nach Tarif übernimmt die Zusatzversicherung bis zu 90 Prozent.

Auslandskrankenschutz. Wer in der Fremde krank wird, leidet doppelt: Wenn überhaupt, trägt die GKV bestenfalls – innerhalb der Europäischen Union und einigen anderen Ländern – die Kosten in Höhe der in Deutschland üblichen. Den Rest überlässt sie ihrem Kunden. Für Rückholaktionen ist die Kasse gar nicht zuständig. Ab 20 Euro im Jahr kann diese Notfall-Police abgeschlossen werden.

Krankenhauszusatz. Wer seine Ruhe vor zu viel Besucherandrang und vor zu viel Zimmergenossen haben will, der kann damit im Ein- oder Zweibettzimmer einrücken. Außerdem kümmert sich der Chefarzt persönlich um ihn. Was nicht zwangsläufig heißt, dass er versierter als der Oberarzt wäre. Zudem kann er zu einem so hohen Satz abrechnen, dass selbst eine Zusatzversicherung den Kunden noch mal zur Kasse bittet. Diese Police kann teuer werden, je nach Alter des Versicherten. Eine 50-jährige Frau ist schnell mit 60 Euro im Monat dabei.

Die gesetzlichen Kassen, meist in Kooperation mit Privaten, bieten Paketlösungen an, oft mit Kostenübernahme für Brillen, Heilpraktiker oder Heilmittel. Klingt praktisch, ist aber häufig rausgeworfenes Geld, weil nicht jeder alles braucht. Sinnvoll ist eine zusätzliche private Pflegeversicherung und – vor allem für Freiberufler – eine Krankentagegeldversicherung, welche die Differenz zwischen Krankengeld und regulärem Einkommen überbrückt.

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1 Kommentar zu “Mit Zusatzversicherungen aufrüsten”

von klar denker am 15.03.2008 10:48 Uhr

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