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Multimillionäre: Ein Viertel weniger Superreiche

von Claudius Kirchhoff

Der jährliche World Wealth Report von Capgemini und Merrill Lynch, der heute in Frankfurt vorgestellt wurde, gibt Anlass zur Sorge um die Millionäre dieser Welt.

'Millionaire Fair', Moskau: Quelle: dpa/dpaweb
'Millionaire Fair', Moskau: Zahl der Superreichen ist gesunken Quelle: dpa/dpaweb

Die Zahl der Superreichen ("Ultra High Net Worth Individuals", UHNWI im Banker-Slang), Menschen die mehr als 30 Millionen Dollar für Investments zur Verfügung haben, ist 2008 gegenüber dem Vorjahr um 24,6 Prozent gefallen. Einen so starken Rückgang gab es in den zwölf Jahren, in denen die Reichtums-Studie erhoben wurde, noch nie. Auch sind in 2008 knapp 15 Prozent der Reichen unter die Reichtumsgrenze von einer Million US Dollar für "High Net Worth Individuals" (HNWI) gefallen – ebenfalls ein Rekord. Eine Million und mehr haben jetzt noch 8,6 Millionen Menschen.

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Das kulminierte Vermögen, das von dem reichsten Prozent der Weltbevölkerung gehalten wird, ist auf 32,8 Billionen US Dollar 2008 zusammengeschrumpft. Das ist zwar immer noch genug, um alle Löhne und Gehälter auf der Welt für ein halbes Jahr zu bezahlen, ist aber doch knapp 20 Prozent weniger als im Vorjahr.

Deutschland stabil auf Platz 3

Einziger Lichtblick: Deutschlands Reiche schlugen sich besser als die Reichen weltweit.

Deutschland rangiert mit 810.000 Millionären unter allen Nationen stabil auf dem dritten Rang, hinter den USA und Japan, gefolgt von China, dessen Reiche im Zuge der Krise die besonders gebeutelten Briten 2008 hinter sich lassen konnten.

Dass es 2008 in Deutschland kaum weniger Millionäre gab als 2007, lässt sich vor allem auf die recht konservative Anlagepolitik deutscher Betuchter zurückführen. Während Amerikas Reiche mehr als 40 Prozent ihres Vermögens in Aktien anlegten, waren es in Deutschland nur knapp 20 Prozent. Ein Glück für Deutschlands Millionäre war auch, dass der deutsche Immobiliensektor mit 1,4 Prozent Wertverlust 2008 nur sehr schwach nachgab.

Abzuwarten bleibt, ob die Zuwachsprognosen bis 2013 von Capgemini und Merrill Lynch tatsächlich eintreffen: Trotz magerer Konjunkturaussichten soll das Vermögen der Reichen und Superreichen in den nächsten fünf Jahren wieder um durchschnittlich acht Prozent pro Jahr wachsen.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 23.05.2010, 22:30 UhrAnonymer Benutzer: Frank Frisch

    Eine Armensteuer wäre die beste Lösung.
    Wer unter 2000 Euro im Monat verdient, müste prozentual 15% an den Staat abtreten. Hartz 4 wird um 120 Euro gekürzt, Mieten werden nur noch bis 300 Euro übernommen. ich finde da geht noch eine ganze Menge, wozu braucht ein armer Arbeiter soviel Geld ? Er hat sowieso keine Zeit es auszugeben. Leute wir müssen mehr für Deutschland sparen, für die EU, für die banken und die börse, hat die Kanzlerin auch gesagt und die musses ja wissen. Also beim Einkauf immer überlegen, brauche ich das wircklich? Das Ersparte am Monatsende könnte dann für die globale Krise ausgegeben werden. denkt an die armen Reichen, ihnen geht es wircklich schlecht.

  • 04.07.2009, 02:53 UhrAnonymer Benutzer: Mitgefühl

    Das ist hart; beruhigend, dass in den nächsten 5 Jahren das Vermögen wieder um durchschnittlich 8 % pro Jahr wächst.
    Grade noch mal an Hartz iV vorbeigeschlittert!

  • 01.07.2009, 14:48 UhrAnonymer Benutzer: Hartz, der Vierte

    Och, ihr armen Millionärssöhnchen ... mir kommen gleich die Tränen !

    Evtl. kann man ja bei den vielen Armen noch was wegnehmen, denn die werden ja zahlenmäßig immer mehr !

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