Neues Verfahren: Bargeldloses Zahlen im Euro-Raum soll einfacher werden

Neues Verfahren: Bargeldloses Zahlen im Euro-Raum soll einfacher werden

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Ferienhaus an der Côte d'Azur? Jetzt kann der französische Stromversorger EDF die monatlichen Beträge direkt vom deutschen Bankkonto abbuchen

Wer an Geld denkt, dem fallen Münzen und Scheine ein. Doch die meisten Zahlungen leisten die Bürger in Europa nicht in bar, sondern per Überweisung, Plastikkarte oder Lastschrift. Auf diesem Feld ist die vielbeschworene europäische Einigung noch ein ganzes Stück entfernt.

Während beim Bargeld der Euro seit 2002 überall im Euro-Raum gültig ist, haben viele Länder bei unbaren Geldtransfers noch eigene Standards. Seit 2008 fallen auch dort die nationalen Grenzen. Das Ziel ist ein Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum, kurz „Sepa“ genannt. An diesem Wochenende (1. November) beginnt die zweite Phase: Dann können Lastschriften europaweit eingezogen werden. Der Fortschritt ist bei Sepa eine Schnecke.

„Zehn Jahre nach der Einführung des Euro ist es höchste Zeit, andere Zahlungsmittel ebenso einheitlich zu gestalten“, sagt Gertrude Tumpel-Gugerell, Vorstandsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB). Nach ihren Angaben gehen rund 2600 Banken Anfang November bei Sepa-Lastschriften an den Start - weniger als die Hälfte der 6000 Banken in Europa. In Deutschland machen laut Bundesbank 1250 Banken mit.

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Politik erhofft sich Kostenersparnis, Handel befürchtet Mehrausgaben

Die Politik erhofft sich von Sepa eine Belebung des Handels und Kostensenkungen - weil Sepa jegliche Auslandsgebühren aufhebt. Ein Verbraucher kann nun einer ausländischen Firma eine Lastschrift erteilen und von seinem Konto Geld einziehen lassen: Zum Beispiel, um eine CD zu bezahlen, die er über das Internet im Ausland gekauft hat oder um die Stromrechnung im Ferienhaus in Spanien zu bezahlen - so wie es hierzulande schon seit jeher bei Telefon- und Stromrechnungen üblich ist. Bisher ging das nur im Inland. Der Vorteil ist, dass man nur noch ein Konto braucht, um in den 32 teilnehmenden Staaten in ganz Europa Zahlungen abzuwickeln.

Seit 2008 werden schon alle Euro-Überweisungen innerhalb der EU - beispielsweise von einer spanischen zu einer finnischen Bank - bei Laufzeit und Gebühren wie eine Inlandsüberweisung gehandhabt. Bezahlt wird innerhalb eines Tages und der Preis ist der gleiche wie im Inland. Auch bei Zahlungen mit EC- oder Kreditkarten gibt es bereits Sepa-Standards.

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