Panik unter Anlegern: Märkte durch Zinssenkung der Fed verunsichert

Panik unter Anlegern: Märkte durch Zinssenkung der Fed verunsichert

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Fed-Chef Ben Bernanke

Die drastische Zinsschritt der US-Notenbank hat nach Analysteneinschätzung kontraproduktiv gewirkt. Händler auf dem Frankfurter Parkett sprachen heute von einer „Panikreaktion“ auf die vorgezogene Entscheidung der Fed vom Vortag.

Der Zinssenkung um ganze 0,75 Prozentpunkte lasse darauf schließen, dass die Lage noch schlimmer als angenommen sei. „Der Zinsschritt hat die Panik unter den Anlegern noch vergrößert. Es gibt den Händlern zu denken, dass die Notenbank die Lage offenbar so negativ einschätzt“, sagte Steffen Neumann von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) der AP. Eine Beruhigungspille wie die gestrige Zinssenkung könne keine nachhaltige Wirkung haben. „Der Markt muss den Boden allein finden“, erklärte Neumann.

Heute war der deutsche Aktienindex Dax um bis zu 5,7 Prozent gefallen und lag zeitweise unter der 6400-Punkte-Marke. „Dass es erneut in dieser Heftigkeit runtergeht, überrascht schon ein wenig“, meinte Neumann. Union Investment-Fondsmanager André Köttner sagte, der aktuelle Kurssturz sei vermutlich auf ein ganzes Bündel von Gründen zurückzuführen. „Zum einen gab es in den USA einige Zahlen zum ersten Quartal: Apple, Motorola und andere hatten schlechte Nachrichten. Zudem gab es einige verhaltene Ausblicke“, sagte Köttner. Außerdem gebe es offenbar Zweifel daran, dass die Zinssenkung der US-Notenbank Fed bei den Kunden ankomme: „Die Endkunden spüren wahrscheinlich wenig bis gar nichts, weil die Banken gleichzeitig ihre Risikoaufschläge erhöhen.“ Heute habe es Gerüchte im Markt gegeben, die EZB könne dem Zinsschritt der Fed folgen und ihrerseits die Zinsen senken: „Nach den Aussagen von Jean-Claude Trichet waren dann offenbar einige enttäuscht.“

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In einer Analyse der Norddeutschen Landesbank (NordLB) hieß es, mit der jüngsten Maßnahme seien die Schwierigkeiten der US-Konjunktur nur noch deutlicher geworden. „Offensichtlich schätzt die Fed die Risiken für die US-Wirtschaft sehr viel höher als bisher erwartet ein.“ Es stelle sich die Frage, wieso die Notenbank gleich ganz schweres Geschütz eingesetzt und den Zinssatz derart massiv gesenkt habe. „Weiß sie möglicherweise aufgrund ihrer guten Beziehungen zu den Topetagen der Bankhäuser noch mehr über eine größere Schieflage der Banken?“, fragten die Analysten.

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