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Porsche: Aktienrechtler: Wiedeking-Gehalt "sittenwidrig"

von Daniel Schönwitz

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat im vergangenen Geschäftsjahr geschätzte 77 Millionen Euro verdient. Das sei nicht nur ein Verstoß gegen die guten Sitten, sondern auch gegen Recht und Gesetz, meinen Juristen.

Der Darmstädter Aktienrechtler Uwe H. Schneider übt scharfe Kritik am horrenden Salär von Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking, der im abgelaufenen Geschäftsjahr geschätzte 77 Millionen Euro kassiert hat. "Die Vergütung von Vorstandsmitgliedern muss laut Aktiengesetz angemessen sein. Und mehr als 70 Millionen Euro im Jahr sind eindeutig nicht mehr angemessen." Zwar sei nicht pauschal geregelt, bei welchen Beträgen die Sittenwidrigkeit beginnt, so Schneider. "Aber bei dieser astronomischen Summe ist die Grenze ganz klar überschritten."

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Aktionäre haben Klage eingereicht

Im Mai hatte eine Gruppe von Aktionären um den Berliner Rechtsanwalt Martin Weimann beim Landgericht Stuttgart Klage wegen des Wiedeking-Gehalts eingereicht: Die Entlastung der Porsche-Führungsgremien für das Geschäftsjahr 2007/2008 müsse aufgehoben werden, weil das vom  Aufsichtsrat abgesegnete Wiedeking-Salär "sittenwidrig" sei. Jura-Professor Schneider hält die Klage für "aussichtsreich". Bisher gebe es keinen einschlägigen Urteile in diesem Bereich. "Die Richter haben die Chance, Rechtsgeschichte zu schreiben", sagt Schneider

23 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 05.08.2009, 14:14 UhrAnonymer Benutzer: Ettore

    Unterscheiden bitte!

    Wiedeking hat "hart" (eher: intelligent) gearbeitet und vom GEWiNN 0,9% bekommen (festgelegt, als der Gewinn = 0 war).

    Porsche geht nicht pleite (wie Opel, Karstadt (auch schon mal 2006), usw.), sondern ersucht um einen RÜCKZAHLbAREN Kredit.

    Ganz anders z.b. Klaus Esser (Mannesmann mobil, Vodafone, viel früher): Der hat den D2-Karren gezielt gegen die Vodafone-Wand gefahren, um sich persönlich zu bereichern (nicht aus dem Gewinn, sondern durch "Schmiergeld" seitens Vodafone). Der DGb hat das übrigens abgenickt, soweit die Vorzüge der Montanmitbestimmung.

    "Die banker" sollte man auch in mindestens 3 Lager teilen.

    A wie Ackermann: Exzellent! Die Dbank wird die Krise gut überstehen.

    C/D wie Commerz/Dresdner: Hätte die Cb nicht den Ex-Dresdner blessing eingekauft, ginge es ihr heute so gut wie der Deutschen, und die Allianz hätte weiter ihr Dresdner Problem.

    L wie Landesbanken: Schrott, Skandale, abgestellte Politiker, aber immer schon: WestLb-Skandal, HeLaba-Skandal usw., krisenunabhängiges Mißmanagement. DiE hätte man ohne Verluste Pleite gehen lassen sollen, aber wer entscheidet's: Politiker, die selbst einen solchen Posten ergattern wollen.

    Die Politiker, nicht "die" banker sind das eigentliche Problem, inkl. SPD-Mitglied Sanio bei der baFin, was eine Aufsicht, haha!

  • 25.07.2009, 03:32 UhrAnonymer Benutzer: Dom

    bitte informiert euch doch mal ein bisschen umfangreicher und lest nicht nur diesen einen Artikel.
    Erstens "streicht" dieser Mann das Gehalt nicht ein, sondern es steht ihm zu, da er in den 90ern einen Vertrag abgeschlossen hat, dass er 0,9% des Porschewerts erhält. Er hat Porsche anschließend von einem Wert von 300 Mio. zu einem von 25 Mrd. Euro geführt. Das hat er sich erarbeitet!
    Und zweitens man kann ihn echt nicht als geizig bezeichnen. Natürlich hat er ausgesorgt, aber jemand, der nur 1/5 der ihm angebotenen Abfindung annimmt und davon noch ca. 1/4 spendet, derjenige ist nicht geizig. Au0erdem hat er sich dafür stark gemacht, dass alle Mitarbeiter am Gewinn beteiligt werden und nicht nur die Firma und der Vorstand davon profitiert.
    VW zu übernehmen war ein Ziel, auf das er angesetzt wurde... er hat das nicht alleine iniziiert.

  • 16.07.2009, 00:26 UhrAnonymer Benutzer: Hans

    genau meine Meinung, wenn so ein Zocker vergleichbar mit den
    Pleite-bankern ein ganzes Unternehmen an den Rand des Ruins bringt
    gehört er vor Gericht gestellt und mit dem Privatvermögen zur Rechenschaft gezogen !

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