Risikopapiere: Katastrophenbonds

Risikopapiere: Katastrophenbonds

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Im Nordosten Japans wütete der Tsunami nach dem Erdbeben besonders heftig

Wenn Anleger mittels Anleihen Katastrophenrisiken übernehmen, bekommen sie einen hohen Zins. Das aber ist gefährlich.

Anleger, die in Katastrophenanleihen - sogenannte CAT-Bonds - investiert haben, könnten jetzt Geld verlieren. Mit CAT-Bonds geben Versicherer Risiken an den Kapitalmarkt weiter. Die Anleihen bündeln meist mehrere Risiken - beispielsweise Hurrikans in Kalifornien, Erbeben in Japan und Überschwemmungen in der Türkei. Anleger kassieren zwar hohe Zinsen - allerdings können sie ihre Zinsen und ihr eingesetztes Kapital ganz oder in Teilen verlieren, wenn eine der Katastrophen eintrifft. Ob und wie viel Geld Anleger verlieren, hängt von der Schwere zum Beispiel eines Erbebens ab. Denn in den CAT-Bond-Bedingungen ist festgelegt, ab welchem Wert auf der Richterskala Anleger wie viel Geld verlieren.

2010 brachten CAT-Bonds einen Ertrag von elf Prozent und seit mindestens 2002 gab es keinen Jahresverlust, zeigt der Swiss Re CAT Bond Total Return Index. Am Freitag sank der Index, der nur freitags neu berechnet wird, erstmals seit Monaten wieder leicht. Insgesamt sind weltweit Katastrophen-Anleihen im Volumen von rund 15 Milliarden Dollar im Umlauf, nicht alle decken Risiken in Japan ab.

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Negative Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit von Bonds

Die Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s (S&P) bewerten nach Bloomberg-Daten CAT-Bonds im Volumen von 1,2 Milliarden Dollar, die an Erdbebenrisiken in Japan gebunden sind. Moody’s erklärte, das Erdbeben werde "negative" Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit der vier Bonds haben, welche die Ratingagentur benotet. Von den sechs Katastrophen-Anleihen, die S&P bewertet, enthält nach Angaben der Ratingagentur nur die im Dezember von der Swiss Re aufgelegte Vega Capital Ltd. eine Klausel, die bei der Definition für das Eintreten eines Versicherungsfalls ausdrücklich einen Tsunami aufführt.

Munich Re und Swiss Re, die beiden größten Rückversicherer, haben CAT-Bonds emittiert, die Deckung für Erdbebenrisiken in Japan bieten. So legte Munich Re im Jahr 2007 den Midori Ltd. Bond auf, der dem Eisenbahnbetreiber East Japan Railway Co. dabei hilft, Verluste infolge von Erbeben im Jahr 2007 zu begrenzen. Scor SE, Frankreichs größte Rückversicherung, erwarb 2009 und 2010 Erdbebenschutz in Japan durch Atlas VI Capital Ltd.

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