Rohstoffradar: Rohstoffe werden wieder teurer

Rohstoffradar: Rohstoffe werden wieder teurer

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Rohstoffradar Juli 2010

von Bert Losse

Die unsichere Konjunkturlage drückt derzeit viele Rohstoffpreise nach unten. Doch der mittelfristige Trend geht in die andere Richtung – und die Volatilität steigt.

Manchmal schlägt der Ölpreis gänzlich unerwartete Kapriolen. Da fegt überraschend früh der erste Hurrikan des Jahres über den Golf von Mexiko, wo 30 Prozent der amerikanischen Ölförderung konzentriert sind. Gleichzeitig sagt die US-Wetterbehörde NOAA der Region das schlimmste Hurrikanjahr seit 1995 voraus, mit bis zu 14 verheerenden Stürmen. Doch der Ölpreis, der bei Naturkatastrophen ansonsten gern nach oben schießt, geht in die genau andere Richtung: Am Donnerstag vorvergangener Woche, als Hurrikan „Alex“ über Texas und Mexiko zog, sanken die Notierungen für die US-Sorte WTI um gleich vier Prozent. Seitdem schwankt der Preis um die Marke von 72 Dollar je Barrel. Und auch viele andere Rohstoffe sind günstiger zu haben: Der vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) ermittelte Rohstoffpreisindex fiel dollarbasiert im Juni um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat.

China und den USA schwach

Speziell beim Ölpreis „überlagern derzeit die Sorgen um die Konjunktur alle anderen Faktoren“, sagt Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank in Frankfurt. Vor allem schlechtere Wirtschaftsdaten aus China und den USA schüren an den Märkten die Spekulation, die beiden größten Rohstoffverbraucher der Welt könnten bald weniger Ölhunger verspüren. Seit Anfang April hat sich Rohöl um rund 15 Prozent verbilligt, nachdem der Preis zuvor mehrere Wochen lang nach oben geschossen war.

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Preise fuhren Achterbahn

Untypisch sind solche Ausschläge allerdings nicht. In den vergangenen zwölf Monaten lag die Volatilität des Ölpreises nach oben und unten bei knapp 32 Prozent. Bei Industriemetallen wie Blei (47,5 Prozent) oder Nickel (43,6 Prozent) fuhren die Preise noch mehr Achterbahn, ebenso beim Agrarprodukt Zucker (45,5 Prozent) und dem Edelmetall Palladium (36,2 Prozent). Das zeigt der neue Rohstoffradar, den die Commerzbank exklusiv für die WirtschaftsWoche erstellt. Stabiler präsentiert sich darin der Weizenpreis (19,9 Prozent); nach wetterbedingten Ernteausfällen in Russland erwarten Experten hier aber schon bald einen deutlichen Aufwärtstrend.

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