Rohstoffradar: Rohstoffmarkt ohne Stabilisierung

Rohstoffradar: Rohstoffmarkt ohne Stabilisierung

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Grafik: Rohstoffradar - Volatilitäten im Zeitram 01.06.2010 - 31.05.2011 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Auswahl)

von Andreas Toller

Solange sich die Wirtschaft in China und den USA nicht deutlich stabilisiert, werden starke Preisschwankungen weiter an der Tagesordnung sein. Aber es gibt viele Faktoren, die den Markt beeinflussen.

Nach dem starken Rückgang der Rohstoffpreise zeichnen sich weiter keine klaren Preistendenzen ab. Insbesondere bei Öl und Metallen dürften die Preise auf längere Sicht stark schwanken. Die Märkte bleiben verunsichert. Bei der Rohstoffnachfrage belastet vor allem das schwächere Wirtschaftswachstum der USA. Außerdem befürchten viele Analysten, dass China seine Rohstoffnachfrage weiter drosseln könnte. Dennoch sieht Eugen Weinberg, leitender Rohstoffanalyst bei der Commerzbank, in den jüngsten Rückgängen bei den Rohstoffpreisen noch keine Anzeichen einer längerfristigen Korrektur.

Risiken für Verbraucher

Neben der anhaltend unklaren Nachfrageseite sieht Weinberg vor allem auf der Angebotsseite mittelfristige Risiken für Verbraucher. In China könnte auch die Rohstoffproduktion unter Engpässen bei der Stromerzeugung im Sommer leiden. Die Kraftwerksbetreiber leiden unter hohen Preisen für Importkohle, der Strompreis wird jedoch von Chinas Behörden bestimmt. Die haben zwar versucht gegenzusteuern und ihrerseits den Strompreis angehoben, doch sollten die Kraftwerke trotzdem nicht rentabel arbeiten können, schalten einige Kohlekraftwerke ab. "Wir könnten uns vorstellen, dass im Sommer bei der Stromproduktion eine Lücke bis zu 45 Gigawatt klafft, was insbesondere bei Stahl und Aluminium zu großen Produktionsausfällen führen könnte", sagt Weinberg. China ist bei Stahl und Aluminium nicht nur der weltgrößte Nachfrager, sondern mit einem Marktanteil von über 40 Prozent auch der der weltgrößte Produzent. Da das Land auch zurzeit viel Stahl und Aluminium ins Ausland exportiert, wirkt ein Produktionsausfall dort unmittelbar auf die Weltmarktpreise.

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Ölpreis sinkt

Ein ähnliches Schicksal droht den Edelmetallen Platin und Palladium. Das wichtige Förderland Südafrika kämpft schon seit Jahren mit den maroden Stromnetzen. Außerdem kann die Stromproduktion mittlerweile mit der stark steigenden Nachfrage nicht Schritt halten. Vor allem jetzt durch den dortigen Winter steigt der Strombedarf besonders stark an, so dass auch hier Stromengpässe zu Produktionsausfällen führen können.

Auf dem Ölmarkt steht die Angebotsseite seit jeher im Fokus, da die Ölnachfrage normalerweise relativ unabhängig vom Ölpreis ist - Kenner sprechen von einer preisunelastischen Nachfrage. Spekulationen auf eine Anhebung der Fördermenge durch die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hatten die Ölpreise vorübergehend wieder sinken lassen. Vor der entscheidenden OPEC-Sitzung fiel der Preis für Brentöl unter die Marke von 114 Dollar je Barrel. WTI-Öl sank sogar wieder mit 99 Dollar je Barrel in den zweistelligen Bereich.

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