Rüstungsindustrie: Kräftiger Kursschub für EADS-Aktien nach Megaauftrag aus USA

Rüstungsindustrie: Kräftiger Kursschub für EADS-Aktien nach Megaauftrag aus USA

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Ein F-16-Kampflugzeug beim Auftanken in der Luft: EADS zog mit seinem US-Partner Northrop Grumman einen Riesen-Auftrag für Tankerflugzeuge der US-Streitkräfte an Land.

Nach dem Megaauftrag der US-Luftwaffe für EADS ist der Kurs des Europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns am Montag nach oben geschossen: Die EADS-Aktien legte heute an der Pariser Börse zeitweilig um 7,3 Prozent auf 18,70 Euro zu. Für Airbus bringt der Auftrag möglicherweise zusätzliche Arbeit.

Das Pentagon hatte EADS und seinem US-Partner Northrop Grumman am Freitag überraschend den Auftrag zur Lieferung von 179 Tankflugzeugen erteilt, es geht um ein Volumen von bis zu 40 Milliarden Dollar (26 Milliarden Euro). Die Entscheidung war ein herber Rückschlag für den amerikanischen EADS-Konkurrenten Boeing und löste den Protest von Abgeordneten in Washington aus.

Der Flugzeughersteller Airbus befürchtet durch den Tankflugzeug-Großauftrag der US-Luftwaffe keine negativen Auswirkungen auf seine europäischen Standorte. „Im Gegenteil, für unsere Werke in Europa bedeutet dieser Auftrag sogar zusätzliche Arbeit“, sagte Airbus-Chef Tom Enders der „Welt“.

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Durchbruch im US-Rüstungsgeschäft

Am Freitag hatte das US-Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass der Airbus-Mutterkonzern EADS zusammen mit seinem amerikanischen Partner Northrop Grumman einen der wichtigsten Großaufträge der US- Luftwaffe im Wert von etwa 40 Milliarden Dollar gewonnen hat. Dafür will der Konzern im US-Bundesstaat Alabama ein Werk für die Endmontage bauen.

Der Einfluss diese Auftrags auf die Ergebnisse von EADS sei derzeit noch nicht zu beziffern, sagte Enders dem „Handelsblatt“: „Der genaue Auslieferungs- und Umsatzplan muss noch festgelegt werden. Nach dieser Startphase rechne ich mit zehn bis 15 Maschinen pro Jahr. Der Vertrag wird uns also viele Jahre begleiten“.

Der Konkurrent Boeing, der ebenfalls um das Projekt gebuhlt hatte, prüft derzeit, ob er Einspruch einlegen soll. „Natürlich ist das ein harter Schlag für Boeing. Aber ob es eine Beschwerde gibt, werden wir sehen“, sagte Enders. „Ich kann Ihnen aber sagen, dass das Pentagon diesen Wettbewerb mit höchster Professionalität und Transparenz geführt hat.“

Anleger reagierten Händlern zufolge euphorisch auf die Nachricht, wonach der Luft- und Raumfahrtkonzern einen Tankflugzeug- Auftrag der US-Armee erhalten hat. Die Experten sprachen von einem wichtigen Schritt, die Aktivitäten im zivilen und militärischen Luftfahrtbereich wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

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