Finanzkrise Skandal um Auktionsanleihen erreicht Deutschland - BaFin befragt Banken

16.08.2008 6 Kommentare 2,8 (12) Legende

Banken haben von der Finanzkrise betroffene Auktionsanleihen (Auction Rate Securities, ARS) auch an deutsche Privatanleger verkauft.

Die BaFin prüft derzeit das Bild vergrößern Die BaFin prüft derzeit das Engagement deutscher Banken im US-Immobilienmarkt dpa-dpaweb

„Wir haben Anfragen von mehreren deutschen Privatanlegern, die für ihre Depots bei deutschen Banken Auction Rate Securities gekauft haben“, sagte Anlegeranwalt Klaus Nieding von der Kanzlei Nieding+Barth der WirtschaftsWoche. Diese Bankkunden können nun auf die Erstattung ihrer Verluste hoffen, denn die Einigung der Schweizer Großbank UBS mit der US-Staatsanwaltschaft auf eine Entschädigung für erlittene Einbußen gilt weltweit. Das habe das Büro des New Yorker Generalstaatsanwalts Andrew Cuomo ihm bestätigt, sagt Nieding. Weitere Banken sollen nach dem gleichen Modell zahlen - also gegebenenfalls auch an Anleger hierzulande. Damit hat der Wall-Street-Skandal um den 330 Milliarden Dollar schweren ARS-Markt Deutschland erreicht.

Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat nach Informationen der WirtschaftsWoche Fondsgesellschaften und Finanzdienstleister um Stellungnahme gebeten, ob sie in Deutschland Auction Rate Securities verkauft haben. Die Behörde wollte sich zum Ergebnis der Umfrage nicht äußern. Der US-Marktführer bei ARS, Citigroup, teilte der BaFin in einem Schreiben mit, dass „in Deutschland verkaufte Investmentvermögen keine ARS enthalten“. Die Schweizer UBS sagte auf Anfrage, die ARS-Papiere seien nur in den Vereinigten Staaten an vermögende Privatkunden verkauft worden. Die Anlegeranfragen, die Anwalt Nieding vorliegen, stammten von Kunden mit Depots bei deutschen Banken, sagte er.


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6 Kommentare zu “Skandal um Auktionsanleihen erreicht Deutschland - BaFin befragt Banken”

von Manfred am 01.10.2008 18:06 Uhr

von peter am 23.08.2008 09:42 Uhr

von Henker am 20.08.2008 15:57 Uhr

von zockerfein am 19.08.2008 14:35 Uhr

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