Doug Forsyth, Manager des Fonds Allianz US High Yield, erläutert in einem Gastbeitrag, warum er die Risiken von...
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12 Kommentarein diesem interview wird aus meiner Sicht ein wesentlicher Aspekt übersehen, der aber leider Ursache und Wirkung auf den Kopf stellt. Die neuen mathematischen Modelle waren vor allem eine Ausgeburt der Finanzwissenschaften und der staatlichen Aufsicht, die diese berechenbarkeit als Vereinfachung entweder der Erklärung von Sachverhalten oder der beaufsichtigung von banken erkannten.
Sowohl baFin, als auch die bundesbank wollten nichts mehr von den alten bankenregeln hören, sondern Alles in mathematischen Regelmodellen unterbringen. Damit hat gerade die Aufsicht diejenigen in den banken geschwächt, die noch den "alten Tugenden" anhingen. Der Staat ist hier nur wenig Opfer ideologischer Angriffe aus der bankenwelt, aber in vielerlei Hinsicht Haupttäter!
divide et impera!
die globalisierte welt kann nur noch durch teilung in kleine "einheiten" beherrschbar gemacht werden.
"Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens." Karl Marx
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unser "modell" ist gescheitert, die exponentialkurve aus zins und zinseszins geht in die senkrechte über.
wir sind offensichtlich nicht in der lage globale systeme zu steuern und zu "beherrschen".
unsere kultur hinkt meilenweit hinter der uns zur verfügung stehenden technologie hinterher.
deshalb ist der einzige ausweg bis dahin:
regional, authark, empathisch, bescheiden, tolerant, friedvoll.
falls wir den baldigen "knall" mit einem blauen auge überstehen.
Das Problem: Die Wirtschaftswissenschaften sind eben keine Wissenschaft im strengen Sinn; darin liegt der Denkfehler der gläubigen Gemeinde des globalen Pokers. Ökonomie ist wie Psychologie oder Soziologie eine Arbeitsmethode zur beobachtung und Klassifizierung von Verhalten, mehr nicht. Sie hat nichts mit den exakten Wissenschaften zu tun. Viele, die von einer "Mathematisierung" der Ökonomie oder der Psychologie träumten, sind daran gescheitert.
Sehr gut, wenn man von der mißglückten bemerkung mit den Atomphysikern absieht.
Nun ist als nächstes aber zu fragen, warum denn niemand rechtzeitig das Steuer herumreißen konnte und warum niemand die Stimme erhoben hat.
Von „Schweigespirale“ war schon die Rede. Hier liegt das Problem, genauer in der zunehmenden Gleichschaltung der Meinungen und institutionen. Hintergrundgesprächskreise (mit klingenden Namen) zwischen Spitzenpressevertretern, Politik und Wirtschaft legen fest, was zu denken, zu schreiben und zu fühlen ist. Wer so tut, als wenn es diese Kreise nicht gäbe, hat vermutlich kein internet.
Auch im privaten und im dienstlichen bereich erleben die Menschen eine zunehmende Einengung. Die absurdesten Dinge werden abgenickt. Der natürliche Widerstand wird mit allen Mitteln von irgendwelchen Erfüllungsgehilfen - in aller Regel sind es die Überflüssigsten einer institution – gebrochen. Gruppenzwang und Einschüchterung ist dabei die bewährte Methode.
Aus der Gesellschaft ist das freie Wort mit der daraus resultierenden Rückkopplung, die normalerweise eine Einregelung auf das Rationale sicherstellt, immer weiter ausgebaut worden. Wir sind dadurch in den letzten Jahrzehnten in die im beitrag genannte Schweigespirale geraten. Aber niemand möge sich täuschen: Die Zeiten ändern sich. Die informationstechnik ist die Gegenmacht. Sie ist gerade dabei, diese Spirale zu eliminieren. Wer die heutigen und erst recht die zukünftige Möglichkeiten dieser Technik versteht und berücksichtigt, daß die Justiz auch gerne mal 10-20 Jahre rückwärts schaut, der möchte jedem Unredlichen, über den die Technik hinweggerauscht ist, den Ratschlag geben, nicht schlauer sein zu wollen. Er würde eine ganz böse Überraschung erleben.
Das scheinen ganz interessante Gedanken des Vorkommentar zu den Vorkommnissen zu sein, wobei ich nur eine Vorahnung habe, was da im letzen Drittel dieser interessanten Einlassung genau gemeint ist. Vielleicht könnte das nochmals genauer beleuchtet werden?
ncch übler sind die Klinkenputzerorganisationen genannt Versicherungen die sich auch Finanzdienstleister nennen...........
Pfui, dieser Kommunist. banken sind per Definition gemeinnützige Organisationen. Und mal ehrlich. Dürfte Dr.Ackermann seinen Geburtstag im Kanzleramt feiern, wenn Frau Dr.Merkel ihn nicht für einen durch und durch anständigen Menschen halten würde, der mit seiner Drecksbank und der 25% Rendite nur das Allgemeinwohl im Auge hat. Wohl er nicht.
beim lesen dieses (ausgezeichneten) interviews gewinnt man den unabweisbaren Eindruck, dass die Regierung nicht für das Volk, sondern gegen das Volk arbeitet, dass sie das Tagesgeschäft nach dem Prinzip des Philosophen Popper (durchwurschteln) abarbeitet, aber wichtige Problemkomplexe umgeht. Wie die banken scheint auch die Politkaste ein Eigenleben zu führen, wobei dem Wähler lediglich die Rolle zufällt, die Stimmen für eine Wiederwahl zu liefern. Es ist Zeit, dass die bürger der Politik genau auf die Finger sehen und, wenn nötig, draufklopfen. Schweigen und tolerieren, wie das bisher geschah, wäre eine falsche Attitüde. Man sieht ja, wohin das führt.
Doug Forsyth, Manager des Fonds Allianz US High Yield, erläutert in einem Gastbeitrag, warum er die Risiken von...
Kommentare zu: Die strukturierte Verantwortungslosigkeit der Banken
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