
HB FRANKFURT. Der im Juli 2009 gekündigte Investor-Relations-Chef Wolfram Schmitt teilte am Montagabend über seinen Rechtsanwalt mit, er habe sich mit der Bank über einen Aufhebungsvertrag geeinigt und ziehe seine Klage gegen die Kündigung zurück. Finanzkreisen zufolge darf er angesichts seiner langjährigen Dienste mit einer Millionen-Abfindung rechnen. Beide Parteien verwiesen darauf, dass über die Modalitäten Stillschweigen vereinbart worden sei.
Die für Dienstag angesetzte Verhandlung vor dem Frankfurter Arbeitsgericht fällt damit aus. Auch der zusammen mit Schmitt entlassene Sicherheitschef der Bank, Rafael Schenz, hat sich nach Angaben der Bank mit ihr außergerichtlich geeinigt. Die Bank hatte die beiden Mitarbeiter entlassen, weil sie ihnen vorwarf, für die Bespitzelung des streitbaren Aktionärs Michael Bohndorf verantwortlich zu sein, dem Verbindungen zum Medienunternehmer Leo Kirch nachgesagt worden waren.
Schenz setzte nach Angaben der Bank 2006 einen externen Detektiv ein, der unter anderem Bohndorf auf Ibiza hinterherspionierte und eine Praktikantin in die für Kirch arbeitende Anwaltskanzlei einschleusen wollte. Auslöser der Spähaktion war ein Gespräch von Aufsichtsratschef Clemens Börsig mit Schmitt gewesen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt ebenfalls in der Affäre. Eine Verwicklung der Führung der Deutschen Bank sieht sie jedoch nicht.








