Stark beschädigt: Chipindustrie

Stark beschädigt: Chipindustrie

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Wafer-Produktion für die Chip-Herstellung

von Stefan Hajek

Die Halbleiterindustrie ist eine der Säulen der japanischen Hightech-Produktion. Aber nicht nur die Chiphersteller in der Erdbebenregion haben Probleme.

Allmählich zeichnet sich aber ab, welche Branchen besonders betroffen sind; neben der Autoindustrie ist dies offenbar vor allem die IT-Branche. Branchenanalysten fürchten nun Auswirkungen auf die weltweite IT-Branche; vor allem in der Chipindustrie gefährdet das Erdbeben teile der weltweiten Lieferkette.

Japan leistet ungefähr ein Fünftel der weltweiten Chipproduktion; zahlreiche Hersteller betreiben große, milliardenschwere Chipfabriken, so genannte Fabs, in der Inselrepublik. Diese befinden sich zwar nicht unmittelbar in der von Tsunami und Erbeben verwüsteten Region, doch schon kleinste Erschütterungen reichen aus, um die empfindlichen Fertigungsanlagen erheblich zu beschädigen.

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Viele Fabriken stillgelegt

Eine gemeinsame Chipfabrik von SanDisk und Toshiba, die etwa 1000 km vom Epizentrum entfernt liegt, soll stark beschädigt sein; die Bestätigung durch die beiden Hersteller steht allerdings noch aus.

Aus Angst vor Nachbeben (offiziell), aber auch, weil der Strom immer wieder ausfällt bzw. rationiert wird, haben zahlreiche Hersteller ihre Fabs inzwischen stillgelegt. Dies dürfte zu Milliarden-Einbußen beim Umsatz führen.

Im betroffenen Norden Japans betreiben etwa Seiko/Mitsubishi, Sony, Toshiba und Iwate große Chipfabriken. Die großen Speicherchip-Zentren liegen glücklicherweise alle im Südwesten des Landes und scheinen nicht betroffen. Stillgelegt bzw heruntergefahren wurden aber vor allem Wafer-Fabs, wichtige Zulieferer der Chipbranche, dies werde nicht nur Japan, sondern auch zahlreiche westliche Hersteller über die Zulieferkette treffen , schreibt der Branchendienst DRAM.Exchange.com.

Auch Fabriken westlicher Hersteller sind direkt betroffen. So ein Werk von Texas Instruments , etwa 65 km nördlich von Tokio.

Die Chip-Preise in bestimmten Segmenten stiegen seit dem Erdbeben bereits um bis zu 30 Prozent. Zahlreiche Analysten erwarten wegen der Erdbebenschäden in den kommenden Monaten Lieferengpässen.

Dennoch brachen die Aktien der Branche durch die Bank ein; Texas Instruments verloren mehr als 20 Prozent; Toshiba knapp 40 Prozent. Sony gaben seit vorgestern gut 30 Prozent nach.

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