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Steuerhinterziehung: Der Schwarzgeldmafia auf der Spur

von Daniel Schönwitz und Annina Reimann

Dubiose Anwälte helfen Deutschen jedes Jahr, Milliarden im Ausland zu verstecken. Redakteure der WirtschaftsWoche ließen sich zum Schein von professionellen Geldschleusern beraten.

Schwarzgeld
Schwarzgeld

Die Regierungen haben weltweit das Bankgeheimnis ausgehebelt. Steuerhinterzieher leben deshalb zunehmend riskant, wenn sie ein Auslandskonto im eigenen Namen eröffnen. Wer sein Geld heutzutage sicher verstecken will, muss sich was Besseres einfallen lassen. Einige dubiose Anwälte und Berater offerieren aber längst Rundum-Sorglos-Pakete: Sie gründen für ihre Mandanten anonyme Tarnfirmen in der Karibik oder in Fernost und organisieren zudem den Vermögenstransfer, beispielsweise über ein unverdächtiges Treuhandkonto. Zudem übernehmen sie meist die Rolle des Strohmanns und vertreten die Gesellschaft nach außen, damit der Name des wahren Eigentümers nirgendwo auftaucht.

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Gründung von Tarnfirmen soll erschwert werden

Gegen die Helfer haben Fahnder einen schweren Stand. "Das sind Profis, die hinterlassen keine Spuren", sagt Georg Schmidt, Chef der Düsseldorfer Steuerfahndung. Deshalb steigt jetzt der internationale Druck: Nachdem das Bankgeheimnis in den meisten Steuerparadiesen bereits geknackt ist, wollen die wichtigsten Industriestaaten (G20) auch die Gründung von Tarnfirmen erschweren. Mitte Februar soll die Anti-Geldwäsche-Behörde Financial Action Task Force (FATF), ein Zusammenschluss von 35 Staaten, deshalb eine schwarze Liste mit Ländern veröffentlichen, in denen es noch immer möglich ist, den wahren Eigentümer einer Firma zu verschleiern.

Wer auf der Liste landet, entscheiden die FATF-Mitgliedstaaten bei ihrem Treffen in Abu Dhabi vom 15. bis 19. Februar. Zuletzt übten die Anti-Geldwäsche-Kontrolleure beispielsweise heftige Kritik an Panama und den British Virgin Islands in der Karibik. Viele Länder überarbeiten derzeit ihre Gesetze, um nicht auf der Liste zu landen.

Redakteure der WirtschaftsWoche haben sich zum Schein von professionellen Geldschleusern beraten lassen, um herauszufinden, wie sie Schwarzgeld nach dem Aus fürs Bankgeheimnis sicher verstecken wollen. In der aktuellen WirtschaftsWoche (Ausgabe 5/2010, ab Montag am Kiosk) lesen Sie, mit welchen Tricks die dubiosen Dienstleister arbeiten und welche Länder sie als Standorte für Tarnfirmen empfehlen. Erfahren Sie zudem mehr über die Entstehungsgeschichte des Artikels hier wiwo-Podcast Übersicht.

19 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 02.02.2010, 16:57 UhrWat-1

    All jene Politiker, die jetzt den Ankauf der gebotenen CD-Daten ablehnen, haben in meinen Augen plötzlich selber ganz große, persönliche "Schweizer-bauchschmerzen"!

  • 02.02.2010, 16:10 UhrFritze

    Deutsche freischaffende Juristen haben mit Recht so viel zu
    wie ´Zitronenfalter die Zitronen falten.............

  • 01.02.2010, 17:17 Uhrglobal

    Und dabei ist die Lösung so einfach,,,den Hintern in der Hose haben und auch dahin umziehen wo der Staat faire Angebote für harte Arbeit macht. Das ganze Geldgeschleuse ist reiner Unsinn der "Möchtegernmehrhaben-bin aber zu feige zum Auswandern Liga".

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