- Anzeige -: Bessere Chancen für geprellte Anleger

- Anzeige -: Bessere Chancen für geprellte Anleger

Bild vergrößern

Klaus Dittke

Sonderveröffentlichung: Anlegeranwalt Klaus Dittke über Etikettenschwindel, Fehlberatungen und viel versprechende Ansätze, um Anlegern ihr Geld zurückzuholen. Nach wichtigen Gerichtsurteilen sieht er heute deutlich bessere Möglichkeiten.

WirtschaftsWoche: Herr Dittke, für Privatanleger und Sparer waren die letzten Jahre desaströs. Nicht nur sind die finanziellen Erwartungen vieler enttäuscht worden. Nicht wenige haben das Gefühl, dass ihr langjähriges Vertrauensverhältnis zum Berater ihres Finanzinstituts missbraucht wurde.

Dittke: Sparer und Anleger befinden sich in einer Phase bitterer Ernüchterung. Wir als Anwälte sind eher optimistisch: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in jüngerer Zeit einige Bahn brechende Urteile gefällt. Damit haben Sparer und Anleger nun weitaus bessere Möglichkeiten, verloren geglaubtes Geld zurückzubekommen. Die Betroffenen wissen in der Regel allerdings noch nichts davon oder sind durch die über sie hereinbrechende Flut von Informationen schlicht überfordert. Sie verharren in einer Art Schockstarre und nehmen die Verluste wie Schicksal hin. Das ist keineswegs gerechtfertigt und angesichts der sich heute bietenden Möglichkeiten sehr bedauerlich.

Anzeige

Die Lehman-Zertifikate waren sicherlich nur die Spitze des Eisbergs.

Dittke: In der Tat haben wir es nicht nur mit Geschädigten durch die berüchtigten Lehman-Zertifikate zu tun. Vielmehr reden wir über jede Menge solcher Papiere von anderen Anbietern und Vermittlern. Dazu kommen riesige Verluste mit offenen und geschlossenen Fonds, mit Hybrid-Anleihen oder mit – im Zuge der Finanzkrise auffällig gewordenen – so genannten Cobold- oder Colibri-Anleihen. Und dann sind da noch die großen Banken, die in ihren strukturierten Vermögensverwaltungen und Fondsgebilden, die sie nicht nur vermögenden Kunden, sondern auch den weniger vermögenden Sparern anbieten, ungeniert hochriskante Anleihen, Zertifikate und andere eher für den risikofreudigen Anleger geeignete Anlagen beigemischt haben. Hier sind beinahe durchweg erschreckend hohe Verluste entstanden, die nur mühsam und im Laufe vieler Jahre ausgeglichen werden können.

Und Sie können denen jetzt die Verluste zurückholen?

Dittke: Der Begriff ‚Zertifikat’ suggeriert zertifizierte Sicherheit. Das ist geradezu genial gemacht. Wenn sich solche Papiere in Wahrheit jedoch als Wetten auf den Verlauf von Aktienkursen oder anderen Werten erweisen, dann nenne ich das Etikettenschwindel. Dagegen gibt es jetzt – unabhängig vom manchmal schwierigen Nachweis der Fehlberatung – die Möglichkeit, wegen verschwiegener Rückvergütungen gegen die vermittelnden Banken vorzugehen. Dann bekommt der Anleger seinen Einsatz zurück und obendrein noch eine Verzinsung zugesprochen. Es ist also in jedem Fall zu prüfen, ob die Banken nicht nur oder doch zumindest in erster Linie im eigenen Interesse – zum Beispiel in Bezug auf besonders üppige Provisionen – und nicht zuvorderst im Interesse ihrer Kunden gehandelt haben. Das gilt auch für geschlossene Immobilien- und Filmfonds oder andere Steuersparfonds sowie für zahlreiche weitere Anlagen, die Land auf Land ab vermittelt werden: Es muss volle Klarheit über Risiken, Kosten und Vergütungen herrschen.  

War es nicht oft auch pure Gier, die Anleger in heiße Papiere gelockt hat?

Dittke: Das wird nachher schnell behauptet. Aufgabe einer sachkundigen Beratung wäre es, Sparer und Anleger vor solchen Papieren zu warnen und zu beschützen. Stattdessen wissen wir heute, wie gesagt, dass Berater vielfach nicht in erster Linie die Interessen der Anleger im Sinn haben. Die Berater müssen vielmehr knallhart verkaufen und ihre Verkaufsvorgaben erfüllen, schon um ihr volles Gehalt zu verdienen. Das ist übel. Denn allzu oft bleiben die Interessen der Anleger auf der Strecke oder müssen erst nachträglich von einem fachkundigen Anwalt durchgesetzt werden.

Wäre es nicht besser, Anleger würden sich vor ihrer Anlageentscheidung an Honorarberater wenden?

Dittke: Zweifellos wäre das besser. Die Realität ist freilich eine andere: Anlegern im Schnäppchenparadies Deutschland fehlt das Bewusstsein und oft auch die Bereitschaft, vielleicht einmal 250 oder 500 Euro für eine wirklich unabhängige Beratung zu bezahlen, die ihnen nachher ein Vielfaches davon einspart. Stattdessen glauben sie und wird ihnen auch suggeriert, dass es die Beratung bei der Bank oder Sparkasse umsonst gibt.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%