Abgeltungsteuer: Vorsicht bei Kinderdepots

Abgeltungsteuer: Vorsicht bei Kinderdepots

Wegen der von 2009 an geltenden 25-prozentigen Abgeltungsteuer für Kapitalerträge übertragen derzeit viele Eltern Ersparnisse auf ihre Sprösslinge.

Der Vorteil: Auch Kinder haben Anspruch auf Steuerfreibeträge und können deshalb rund 8500 Euro pro Jahr ohne Abzüge einstreichen (siehe WirtschaftsWoche 21/2008). Doch wenn Finanzbeamte argwöhnen, dass das Geld nur zum Schein übertragen wurde, rechnen sie die Erträge nachträglich wieder den Eltern zu – und das familiäre Steuersparmodell ist hinfällig.

Von richterlicher Seite gibt’s dafür Rückendeckung, wie ein aktuelles Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz zeigt (5 K 2200/05). In dem Fall hatten Finanzbeamte nach einer Außenprüfung bei einer Familie konstatiert: Die Eltern hätten über die Konten und Depots ihrer volljährigen Tochter verfügt, als seien es ihre eigenen – womit die Erträge Mama und Papa zuzurechnen seien. Das gelte auch für das Jahr 1999, in dem die Vollmachten der Eltern widerrufen worden seien.

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Die Richter stimmten zu: Da es keine Belege für eine offizielle Schenkung gebe, sei davon auszugehen, dass das Geld auch nach 1998 faktisch den Eltern gehörte. Zudem sei die Vollmacht für eines der Konten nicht widerrufen worden.

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