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exklusivBayern München: Audi-Chef Rupert Stadler rückt von Uli Hoeneß ab

17. August 2013
Ruper Stadler Quelle: dpaBild vergrößern
Im Falle einer Anklage gegen Hoeneß will Stadler dessen Verbleib im Aufsichtsrat zur Diskussion stellen. (Im Bild: Rupert Stadler mit der Bayern-Elf) Quelle: dpa
von Martin Seiwert

Der Aufsichtsrat des FC Bayern München steht offenbar doch nicht geschlossen hinter seinem Vorsitzenden, dem unter dem Verdacht der Steuerhinterziehung stehenden Club-Präsidenten Uli Hoeneß.

Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Audi-Vorstandschef Rupert Stadler, will im Fall einer Zulassung der Anklage durch das Landgericht München im Aufsichtsrat den Verbleib Hoeneß’ an das Kontrollgremiums zur Diskussion stellen.

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Noch vor drei Monaten hatte der Bayern-Aufsichtsrat ein Rücktrittsangebot von Hoeneß abgelehnt. „Der Aufsichtsrat wird die Angelegenheit weiterhin beobachten und sich bei Vorliegen neuer Erkenntnisse mit dem Thema befassen“, lautete damals der Beschluss des Kontrollgremiums. Erst vor wenigen Tagen hieß es aus dem Aufsichtsrat, dass Hoeneß auch während eines Prozesses im Amt bleiben könne.

Stadler sieht die Zulassung der Klage allerdings kritisch: Dann gebe es eine „neue Situation“, der Fall müsse dann von den Aufsichtsräten neu diskutiert werden, heißt es aus Stadlers Umfeld. Ob Hoeneß sein Amt in diesem Fall aufgeben müsse, will Stadler nicht kommentieren. Ein Audi-Sprecher sagte lediglich: „Bevor wir nicht definitiv wissen, ob das Gericht die Anklage gegen Uli Hoeneß zulassen wird, sollten wir nicht spekulieren, welche Konsequenzen das haben könnte.“

Neben Stadler sitzen im Aufsichtsrat von Bayern München unter anderem Adidas-Chef Herbert Hainer, VW-Vorstandschef Martin Winterkorn, Telekom-Finanzvorstand Timotheus Höttges und der ehemalige bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber. Die Mitglieder des Kontrollgremiums sind laut Aktiengesetz verpflichtet, die Vorwürfe, die gegen Hoeneß erhoben werden, rechtzeitig zu prüfen, um Schaden vom Unternehmen abzuwenden.

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Kommentare | 9Alle Kommentare
  • 17.08.2013, 11:13 Uhrbonafide

    Es ist unglaublich, was sich da eine Gesetzlosenriege im Bayernclub erlaubt. Sie verdummen mit dem Verbleib eines Steuerbetrügers den ehrlichen Steuerzahler mitsamt den vermeintlichen Fans, besser nützliche Idioten. Höhneß ist nicht nur als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender eines Fußballvereins unerträglich.

  • 17.08.2013, 11:21 Uhrboafide

    Antwort zu Otto: Sie müssen sich fragen, wer hier wen in die Wüste schicken kann. Doch, es ist Zeit, dass es solche Menschen gibt, die einem Metzgergesellen,nicht intelektuell trotzdem stets auf sein finanziellen Vorteil bedacht, die Grenzen vorgibt. H. ist eine Schande für den ganzen Sport.

  • 17.08.2013, 12:52 Uhrawtwahl

    ICH glaube manches waere schon passiert wenn nicht zufaellig Wahlen
    in Bayern und der BRD waeren !

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