Betrugsvedacht: US-Gericht erlaubt Sammelklage gegen Goldman Sachs

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Betrugsvedacht: US-Gericht erlaubt Sammelklage gegen Goldman Sachs

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Das Klagen gegen Goldman Sachs werden in einem einzigen Verfahren gebündelt.

Wegen Verdachts auf Betrug mit strukturierten Kreditprodukten vor der Finanzkrise muss sich die US-Großbank Goldman Sachs einer Sammelklage stellen. Ein Antrag auf die Aufteilung in Einzelverfahren wurde vom Bundesgericht in Manhattan abgelehnt.

Gerade weil die Materie relativ komplex und die Anzahl der Klage vergleichsweise groß sei, würden Einzelverfahren die Kosten nur unnötig in die Höhe treiben und Ressourcen an den Gerichten verschwenden - so sieht es der Richter des Bundesgerichts in Manhattan, Victor Marrero. Eine Sammelklage sei deshalb sinnvoller. Goldman Sachs hatte zuvor genau umgekehrt argumentiert: Die zahlreichen Fälle seien zu unterschiedlich gelagert, um sie in einem einzigen Verfahren zu bündeln.

Wie viele andere Banken steht Goldman Sachs im Verdacht, seinen Kunden in den Jahren vor der Finanzkrise 2008 bewusst falsch bewertete Hypothekenpapiere verkauft zu haben. Ähnlich wie zuvor schon JPMorgan und UBS hatte die Deutsche Bank vor Weihnachten den Rechtsstreit über den Verkauf fragwürdiger US-Hypothekenpapiere aus der Zeit von 2005 bis 2007 beigelegt und dafür eine hohe Geldstrafe akzeptiert. Die Zahlung von 1,4 Milliarden Euro war der größte Vergleich in der Geschichte des deutschen Branchenprimus. Inzwischen steht der Verdacht im Raum, dass die Großbanken auch in den Jahren nach der Finanzkrise mit bewusst falsch bewerteten Hypothekenpapieren gehandelt haben. Ein Sprecher von Goldman Sachs lehnte eine Stellungnahme ab.

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