Datenpanne beim Zoll: Autobesitzer sollten ihre KfZ-Steuer prüfen

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Datenpanne beim Zoll: Autobesitzer sollten ihre KfZ-Steuer prüfen

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Zahlreiche Autofahrer haben womöglich zu viel Kfz-Steuer gezahlt

Wegen Datenbankproblemen beim Zoll wurden Autofahrern womöglich zu hohe Beträge für die Kfz-Steuer abgebucht. Was Sie jetzt tun sollten.

Zahlreichen Autofahrern wird in diesem Jahr womöglich eine zu hohe Kfz-Steuer abgebucht. Grund dafür ist offenbar eine Datenpanne bei der zuständigen Behörde - dem Hauptzollamt. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) warnt daher, Autobesitzer sollten ihre Abrechnung genau überprüfen und sich bei Abweichungen beim Hauptzollamt melden.

Betroffen sind hauptsächlich Pkw-Besitzer, aber auch Steuerzahler mit Lkw oder Motorrad. Dabei geht es um jene Fahrer, die entweder in den letzten Monaten erst ein neues Auto angemeldet haben oder ihre Steuer per Lastschrift zahlen. Isabell Klocke, Leiterin der Abteilung Steuerrecht und Steuerpolitik beim BdSt erklärt, in einigen Fällen seien auch erneute Einzugsermächtigungen eingeholt worden.

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Grund für das Durcheinander ist die veränderte Zuständigkeit für die Kfz-Steuer. Diese ist 2009 von den Ländern auf den Bund übergegangen, im ersten Halbjahr dieses Jahres hat die Zollverwaltung das Festsetzen und Erheben der Kfz-Steuer übernommen. Bei der Übertragung der Daten für rund 58 Millionen Fahrzeuge in Deutschland aus den Datenbanken der Länder zum Zoll ist es offenbar zu Übertragungsfehlern gekommen, welche die fehlerhaften Berechnungen verursachen. Diese Fehler müssen nun einzeln korrigiert werden.

Was tun?

Wer den Eindruck hat, seine Steuer sei zu hoch, der sollte zunächst den aktuellen Steuerbetrag mit dem aus dem letzten Jahr vergleichen - vorausgesetzt, das Auto ist noch dasselbe. Auch ein Steuerrechner des Bundesfinanzministeriums kann als Referenz dienen.

Außerdem können die Daten im Steuerbescheid auf ihre Richtigkeit geprüft werden, denn diese sind für die Berechnung der Steuerlast maßgeblich. Sie können mit den Angaben aus dem Fahrzeugschein abgeglichen werden. Relevant sind

- die CO2-Emission des Wagens

- die Antriebsart, also ob es ein Diesel-, Otto-, Wankel-, Elektro- oder Hybridantrieb ist

- das Datum der ersten Zulassung - je nach Zulassungsdatum gelten unter Umständen andere CO2-Emissionsgrenzen

- die Größe des Hubraums.

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Verluste aufgeholt

Während Steuerzahler offenbar teilweise zu viel zahlen, sind die Einbußen des Staates nach der Übernahme der Verwaltung durch den Zoll nahezu wettgemacht. Im Juli stieg das Aufkommen aus der Kraftfahrzeugsteuer gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,2 Prozent, wie das Bundesfinanzministerium mitteilte. In den ersten sieben Monaten des Jahres lag es dagegen mit rund 5,22 Milliarden Euro um 2,6 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Für 2014 werden insgesamt Einnahmen von 8,4 Milliarden Euro aus der Kfz-Steuer erwartet.

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