Deutsche in Spanien: Vorsicht, die spanische Steueramnestie läuft aus!

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Deutsche in Spanien: Vorsicht, die spanische Steueramnestie läuft aus!

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Deutsche, die in Spanien leben, aber noch Vermögen wie etwa Immobilien in Deutschland haben, sollten dies schnell anmelden.

von Martin Gerth

Ende April läuft die Steueramnestie in Spanien aus. Für Deutsche, die in Spanien steuerpflichtig sind, ist es die letzte Gelegenheit, Vermögen außerhalb Spaniens den Steuerbehörden zu melden. So können sie ein Steuerstrafverfahren vermeiden.

Spanien greift bei Steuersündern durch. Betroffen sind auch Deutsche, die im Mittelmeerstaat steuerpflichtig sind. Bis Ende April müssen sie Vermögen außerhalb Spaniens, deren Wert 50.000 Euro übersteigt, bei den spanischen Finanzbehörden angeben. Der Betrag gilt jeweils für die drei Vermögensklassen Bankkonten, Wertpapiere sowie Lebensversicherungen und Immobilien. Ein Beispiel: Wer 10.000 Euro in Aktien und eine Wohnung für 80.000 Euro besitzt, muss nur die Immobilie melden.

Wer Auslandsvermögen verschweigt, muss mit Sanktionen rechnen. Pro nicht angegebenem Bankkonto, beispielsweise in Deutschland, kassieren die spanischen Behörden 5000 Euro. Die Mindeststrafe beträgt jedoch 10.000 Euro. Wird undeklariertes Vermögen später entdeckt, muss es nachträglich versteuert werden. Auf die zu zahlende Steuer kommt ein Strafzuschlag von 150 Prozent plus Verzugszinsen.

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Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Auch auf Nießbrauch prüfen

Betroffene Steuerzahler sollten alle steuerpflichtigen Vermögensgegenstände unter die Lupe nehmen, dazu zählt beispielsweise auch das Recht auf Mieteinnahmen. Juristen sprechen in diesem Fall von Nießbrauch. Häufig übertragen Eigentümer ihr Haus auf ihre Kinder. Sie behalten sich jedoch Nießbrauch vor, mit dem das Recht auf Mieteinnahmen verbunden ist. Die Kinder sind zwar Eigentümer, aber die monatlichen Einnahmen fließen an die Eltern, die im Ausland leben, beispielsweise in Spanien.

Die aus dem Nießbrauch resultierenden Mieteinnahmen unterliegen laut Doppelbesteuerungsabkommen mit Spanien der Einkommensteuer in Deutschland.

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Unabhängig davon sind die Mieteinnahmen jedoch bei der Steuererklärung in Spanien anzugeben, wobei die bereits in Deutschland bezahlte Steuer angerechnet wird. Übersteigt der Wert des Nießbrauchs 50.000 Euro, muss er den spanischen Finanzbehörden gemeldet werden. "Selbst wenn die Immobilie nicht vermietet ist, berechnet das spanische Finanzamt fiktive Einnahmen in Höhe von zwei Prozent des Immobilienwerts", sagt Gustavo Yanes, Rechtsanwalt und Steuerberater aus Madrid.

Für Deutsche, die Immobilien in Spanien besitzen, ist die Uhr dagegen bereits abgelaufen. Bis Ende November vergangenen Jahres hatten sie noch Zeit, bisher nicht angegebene Häuser oder Wohnungen den Finanzbehörden zu melden. Steuersünder können nicht damit rechnen, dass ihr Besitz unentdeckt bleibt. Die spanischen Katasterämter wollen bis 2016 alle bisher noch nicht registrierten Immobilien erfassen. Die Registrierung soll den klammen spanischen Gemeinden zusätzliche Steuereinnahmen verschaffen.

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