Doppelbesteuerung: Wie der Fiskus Autofahrer und Raucher schröpft

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Doppelbesteuerung: Wie der Fiskus Autofahrer und Raucher schröpft

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Raucher, Autofahrer, doppelte Steuerzahler.

von Christian Ramthun

Mehr als zwölf Milliarden Euro kassiert der Staat, indem er Steuern noch einmal besteuert. Vor allem Autofahrer und Raucher werden geschröpft.

Sie gehen arbeiten? Der Staat kassiert. Sie lassen Ihr Geld für sich arbeiten? Der Staat kassiert. Sie geben Ihr Geld aus? Der Staat kassiert. Nicht nur das Ergebnis ist immer gleich, die Begründung auch – reine Fürsorge. Die Einkommensteuern gibt es, weil der Staat das (übrig gebliebene) Eigentum schützt.

Die Verbrauchsteuern auf Tabak, Schnaps oder Bier werden erhoben, weil der Staat die Gesundheit schützt. Steuern auf Strom und Sprit kommen der Umwelt zugute. Doch bei einer ganz speziellen Besteuerungsart lässt sich an der Sinnhaftigkeit trefflich zweifeln: Es gibt nämlich auch Steuern auf Steuern.

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Wie geht das überhaupt? Das Prinzip ist simpel und funktioniert immer dann, wenn eine der diversen Verbrauchsteuern fällig wird; also wenn Sie Ihr Auto betanken, das Licht einschalten oder eine Flasche Schampus öffnen. Denn auf die Summe aus Herstellungs- und Vertriebskosten, Gewinnanteil und eben den Verbrauchsteuern schlägt der Fiskus am Ende noch einmal die Mehrwertsteuer drauf, und zwar den vollen Satz von 19 Prozent. Nur beim Kaffee gelten sieben Prozent, wenn Sie die Bohnen kaufen oder das Heißgetränk to go mitnehmen.

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Das Steuerjahr 2015 ist vorbei, die meisten Bescheinigungen schon im Briefkasten: Zeit für die Steuererklärung. In diesem Jahr senkt sogar der Schornsteinfeger die Steuern. Was sich im Vergleich zum Vorjahr geändert hat.

Wenn der Schornsteinfeger kommt, gibt es jetzt eine Steuerersparnis Quelle: dpa/Montage

Genießen Sie den Kaffee im Café, sind es wieder 19 Prozent. Verwirrend? Vielleicht. Allein durch die Mehrwertsteuer auf die verschiedenen Verbrauchsteuern kassierten Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und seine Länderkollegen 2015 insgesamt gut zwölf Milliarden Euro, berechnete der Bund der Steuerzahler. „Der Staat macht heimlich Kasse“, schimpft Steuerzahlerpräsident Reiner Holznagel.

Dass sie der Fiskus gleich mehrfach zur Kasse bittet, fällt den meisten Verbrauchern überhaupt nicht auf. Denn Verbrauchsteuern werden auf Rechnungen nicht gesondert ausgewiesen. Allein die Mineralöl- und die Zigarettenwirtschaft machen hin und wieder darauf aufmerksam, wer wie viel vom Kunden einsackt.

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