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Expertenrat: Datenklau: Was Sie tun sollten

Der Handel mit illegalen Kundendaten blüht. Verbraucher klagen über verdächtige Kontobewegungen.

Olaf Methner
Olaf Methner
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WirtschaftsWoche: Herr Methner, betrügerische Callcenter nutzen derzeit illegal erworbene Kontodaten, um sich bei arglosen Privatpersonen zu bereichern. Wer kommt für den Schaden auf?

Methner: In erster Linie die Betrüger selbst, aber auch die Unternehmen, die die Kontodaten gesammelt haben, wenn sie nachweislich den Schutz sensibler Informationen vernachlässigt haben. In diesem Fall hätten sie Datenschutzrecht verletzt und wären zu Schadensersatz und Schmerzensgeld verpflichtet.

Da die Betrüger noch nicht ermittelt sind, lässt sich niemand verklagen. Was können Betroffene dennoch tun?

Jede verdächtige Kontobewegung prüfen, sie notfalls rückgängig machen, was bis zu sechs Wochen lang möglich ist, und gegebenenfalls Strafanzeige gegen Unbekannt stellen. Zudem sollten Betroffene alle Vorgänge sammeln, bei denen sie eine Einzugsermächtigung erteilt haben. So lässt sich die mögliche Datenquelle ermitteln.

Verlieren Betrogene ihren Schadensersatzanspruch, wenn sie den Callcentern Informationen gegeben haben?

Wenn das Kontodaten waren, kann dies eine Mitschuld nach sich ziehen, welche die Ansprüche mindert. Allerdings wird das Gericht prüfen, ob der Geschädigte überrumpelt wurde.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 07.10.2008, 23:57 UhrAnonymer Benutzer: tt

    Alle Sprechen davon das Tlekom beklaut wurde,also ich glaube das nicht .
    Man solte mal auf deren konten schauen.

  • 25.08.2008, 21:43 UhrAnonymer Benutzer: Auswanderer

    sehe ich auch so Joker10,
    denn der größte Datensammler und Datenmissbraucher ist der Deutsche Staat! Die Frauen und Herren Politiker sollen mal nicht so tun als ob die etwas besseres sind. Tausende Ermittler durchforsten täglich unterschiedliche Datensätze auf Auffälligkeiten. Z.b. Finanzamt sucht sich dann die Rosinen raus um einen Anfangsverdacht zusammen zuspinnen. Schnell werden dann mal Konten gesperrt und man ist handlungsunfähig, sprich Pleite.
    Viele Unbeteiligte sagen sich dann, na da muss schon was dran sein, nicht umsonst werden Ermittler tätig. Vor ca. 10 Jahren hätte ich denen Recht gegeben, doch die Zeiten haben sich geändert. Denn wer als Ermittler, Steuerfahnder usw. schneller aufsteigen möchte und damit auch mehr verdient, der verbiegt ganz gerne mal die Tatsachen, zumal er keine Konzequenzen bei Unwahrheiten zu befürchten hat!
    Die Unschuldvermutung gilt übrigens bei Steuerdeliken schon lange nicht mehr. Man muss heute in Deutschland die Unschuld beweisen nicht umgekehrt!

  • 20.08.2008, 09:55 UhrAnonymer Benutzer: Joker10

    Muss man sich wundern, wenn der Staat unter dem Vorwand,
    des Terrorismus jedem Finanzbeamten erlaubt, Kontenbewegungen
    aller bürger nachzuvollziehen ?
    Konten und private Daten gehören zur "bannmeile" eines jeden
    bürgers, sie gehören per Gesetz geschützt.
    Man muss verbieten, daß diese Daten überhaupt an irgendjemand
    weitergegeben werden können. im elektronischen Zeitalter ist
    es leider ziemlich leicht an Daten zu kommen, die allein dem
    bürger zugnglich sein dürften

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