Prostituiertensteuer
Besonders einfallsreich zeigt sich der Fiskus, wenn es ums Erfinden neuer Abgaben geht. Die Behörden in Bonn zum Beispiel haben 2011 eine Abgabe von sechs Euro pro Tag für Prostituierte eingeführt. Zahlbar direkt ist die Flat-Tax an einem umgerüsteten Park-Automaten (Foto) in der Nähe des Straßenstrichs ("Steuerticket-Automat"). Die neue Abgabe soll der Stadt 300 000 Euro pro Jahr bringen.

Da hilft nur besondere Sorgfalt beim Ausfüllen und ebenso sorgfältige Kontrolle nach Erhalt des Steuerbescheids. Sollte das Finanzamt irgendwas abgelehnt haben (ob zu Recht oder Unrecht): auf jeden Fall Einspruch einlegen. Solange der Einspruch läuft, bleibt der gesamte Steuerfall offen (auch für Vergessenes, andere Fehlerkorrekturen oder künftige günstigere Rechtsprechung. Man kann dem Sachbearbeiter im Amt durchaus mündlich mitteilen, dass er den Fall einfach mal liegen lassen soll - vielleicht nehme man den Einspruch wieder zurück, und er habe dann keine besondere Arbeit damit. Diesen Vorteil einer etwa dreijährigen offenen Zeit haben z.B. alle, die demnächst eine Betriebsprüfung zu erwarten haben.