Fonds: Wie die Schweiz Hedgefonds anlocken will

Fonds: Wie die Schweiz Hedgefonds anlocken will

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** ARCHIV ** Auf einem undatierten, vom Tourismus-Buero herausgebenen Bild befaehrt ein Ausflugsdampfer den Thuner See, Schweiz. Die Schweizer gelten als die wahren Meister des Fondues. Und deshalb hat sich das Fremdenverkehrsamt Thunersee etwas Besonderes einfallen lassen: Dampfschifffahrten mit Fondue. Die Fahrten finden an den Samstagen 12. und 26. Nov. 2005, sowie 3. und 10. Dez. 2005 mit musikalischer Umrahmung statt. (AP Photo/Thun Tourismus,HO) ** NUR REDAKTIONELLE NUTZUNG MIT QUELLENANGABE: THUN TOURISMUS **

von Andreas Toller und Yvonne Esterházy

Die Schweiz ist bemüht, unzufriedene Londoner Hedgefondsmanager ins Land zu holen. Reichen Skipisten, Bergseen und niedrige Steuern aus, um die Top-Fonds anzusiedeln?

Die Schweiz buhlt mit niedrigeren Steuern und weniger Regulierung um unzufriedene Hedgefondsmanager. Die Kantone Zug und Zürich, die im Oktober in Londoner -Luxushotels für einen Umzug in die Alpenrepublik warben, können sich freuen: Eine Handvoll kleiner Fonds ließ sich bereits in Zürich, Zug und Genf nieder. Brevan -Howard, mit 24 Milliarden Dollar größter Hedgefonds Europas, will eine Niederlassung in Genf eröffnen. Makler suchen -Geschäftsräume für 100 Mitarbeiter. 

Doch eine Massenflucht aus London wird es nicht geben. In der britischen Hauptstadt, von wo aus rund 90 Prozent der europäischen Hedgefonds gemanagt werden, wird diese Drohkulisse derzeit häufig aufgebaut. Das ist verständlich, herrscht doch große Verärgerung über Vorschläge der EU-Kommission für die Verschärfung der Regulierung. Brüssel will unter anderem Limits für die Kreditfinanzierung der Fonds durchsetzen und diese zu mehr Transparenz verpflichten. Mit aller Macht versuchen die Lobbyisten daher, die britische Regierung dazu zu bewegen, die unliebsamen EU-Vorschläge zu blockieren. So erklären sich auch Umfragen, denen zufolge jeder zweite britische Fondsmanager geneigt ist, London zu verlassen.

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Höhere Steuern ärgern Manager

Verärgert ist man in der City auch über die ab April 2010 geplante Anhebung des Spitzensteuersatzes. Da die Hedgefonds aber überwiegend in außereuropäischen Steueroasen registriert sind, gibt es für ihre Gründer noch eine ganze Reihe Steuerschlupflöcher, zumal viele Fondsmanager Ausländer sind und daher nur einen geringen Teil ihres Einkommens in Großbritannien versteuern. Selbst die abwanderungsfreudigen Hedgefonds wollen aber vorerst nur Zweigstellen in der Schweiz gründen. Außerdem wurden in London im letzten Quartal sogar neue Hedgefonds gegründet, darunter Tyrus Capital mit 800 Millionen Dollar Volumen. Einige Fondsmanager werden sich von Skipisten und Bergseen in die Schweiz locken lassen – doch das Zentrum der europäischen Hedgefondsindustrie wird sich kaum dorthin verlagern.

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