Forderung: Kassen sollen Medikamente zur Rauchentwöhnung zahlen

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Forderung: Kassen sollen Medikamente zur Rauchentwöhnung zahlen

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Mechthild Dyckmans (FDP), Drogenbeauftragte der Bundesregierung, plädiert dafür, dass Raucher Arzneimittel für die Tabakentwöhnung erstattet bekommen.

Geht es nach der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, so müssen die Krankenkassen in Zukunft Rauchern die Kosten für Arzneimittel erstatten, die bei der Rauchentwöhnung helfen sollen.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), hat sich dafür ausgesprochen, dass Krankenkassen Rauchern künftig die Arzneimittel für die Tabakentwöhnung erstatten. Neben der ärztlichen Tabakentwöhnungsbehandlung sollen die Kassen dann auch Medikamente bezahlen, die die Sucht nach Nikotin unterdrücken, sagte Dyckmans der "Berliner Zeitung". "Die Kassen haben schließlich selbst einen großen Kostenvorteil, wenn ein Versicherter mit dem Rauchen aufhört", fügte sie hinzu.

Die FDP-Politikerin lehnte es zugleich ab, die Pläne der EU-Kommission zur Eindämmung des Rauchens auf nationaler Ebene noch zu verschärfen, beispielsweise durch die in Australien vorgeschriebenen Einheitsverpackungen oder ein Verbot des Herstellerlogos.

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"Ein Verbot von suchtfördernden Zusatzstoffen und auffällige Warnhinweise sind aus meiner Sicht geeignete Schritte, damit künftig weniger Menschen zur Zigarette greifen", betonte sie. Einheitsverpackungen seien dagegen nicht erforderlich, um das Ziel zu erreichen, dass weniger Menschen rauchten.

EU-Kommission Strengere Warnhinweise auf Zigarettenpackungen

Nach Medienberichten hat sich die EU-Kommission auf die seit Monaten verzögerte Tabak-Richtlinie verständigt. In Zukunft müssen strengere Warnhinweise auf Zigarettenpackungen stehen.

Künftig sollen Warntexte wie „Rauchen tötet“ und schockierende Fotos 75 Prozent der Vorder- und Rückseite der Zigarettenpackung einnehmen. Quelle: dpa

EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg hatte Mitte vergangener Woche in Brüssel Änderungen der seit 2001 geltenden Tabakrichtlinie vorgeschlagen. Demnach sollen unter anderem Zigaretten und Tabak mit charakteristischen Aromen wie Menthol verboten werden. Zudem sollen künftig drei Viertel der Verpackungsfläche vorn und hinten mit aus Bildern und Text bestehenden Warnhinweisen versehen sowie die Packungen etwa in ihrer Größe vereinheitlicht werden. Die Kommission will es den EU-Staaten freistellen, ob sie nach dem australischen Vorbild Einheitsverpackungen einführen.

Grünen-Politikerin Bärbel Höhn hatte den Vorschlag der EU-Kommission gelobt. Sie sei notwendig, um die Suchtprävention voranzubringen, sagte Höhn der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vergangenen Donnerstag. Wenig Chancen räumte sie möglichen Klagen der Tabakindustrie ein: "In der aktuellen Situation, in der Australien mit neutralen Verpackungen voran geht, ist es nicht wahrscheinlich, dass sich europäische Gerichte von den Enteignungsrufen der Tabakindustrie beeindrucken lassen." Die Bundesregierung rief sie auf, sich nicht den "Lobbyinteressen" zu beugen. Gesundheitsschutz müsse Vorrang vor Wirtschaftsinteressen haben, sagte sie.

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