Gewinnspielbetrug: Betrügerbande hat 66 Millionen Euro erbeutet

Gewinnspielbetrug: Betrügerbande hat 66 Millionen Euro erbeutet

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Ein Lotto-Schein wird ausgefüllt.

Einer Betrügerbande aus Krefeld sind bundesweit 270.000 Opfer aufgesessen. Die Bande verkaufte telefonisch Abonnements für vermeintliche Lottotippgemeinschaften. Nun steht der mutmaßliche Kopf der Bande vor Gericht.

Mit angeblichen Gewinnspielen soll eine Betrügerbande bundesweit 270.000 Opfer um insgesamt 66 Millionen Euro gebracht haben. Ein 37-jähriger Düsseldorfer stehe als mutmaßlicher Kopf der Bande von diesem Donnerstag an vor dem Landgericht im niederrheinischen Krefeld, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Über Callcenter in Krefeld seien telefonisch Abonnements für Gewinneintragungsdienste und Lottotippgemeinschaften verkauft worden. Den Opfern sei vorgegaukelt worden, sie würden im Falle einer Teilnahme monatlich an mindestens 200 Gewinnspielen mit lukrativen Gewinnmöglichkeiten teilnehmen.

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Erfolge der Polizei gegen Enkeltrick-Betrüger

  • Sondereinheit:

    Die Sondereinheit Einheit Cash Down II aus Karlsruhe wurde 2014 eingestellt, da die Zuständigkeiten im Zuge einer Gebietsreform der Behörden neu verteilt wurden.

  • Regionale Zuständigkeit:

    Nun werkeln wieder alle Polizeipräsidien vor sich hin. Das könnte ein Problem sein: „Um organisierte Kriminalität richtig und wirkungsvoll bekämpfen zu können, sollte man zentral vorgehen – schon allein wegen der Personenkenntnis, die man im Umgang mit den Familienclans beim Enkeltrick braucht“, sagt Ermittler Andreas Gerdon.

  • Fälle:

    Zwischen 2010 und Mitte 2013 ermittelte die Sondereinheit in 348 Fällen, klärten 188 auf.

  • Erfolge:

    Sie erreichten 75 Haftbefehle und bilanzierten einen Schaden von 3,7 Millionen Euro und zusätzlich von 2,7 Millionen Zloty bei Betrugsfällen in Polen, was noch einmal knapp 650.000 Euro entspricht.

  • Unterfranken:

    Auch andere Polizeistellen bestätigten mit eigenen Aufstellungen über das Phänomen, das statistisch sonst unter Trickbetrug subsummiert wird, die zunehmende Relevanz. So verzeichnete das Polizeipräsidium Unterfranken etwa 2010 erst 59, im Jahr 2013 dagegen schon 234 Fälle des Enkeltricks in ihrer Zuständigkeit.

Dadurch hätten sie die Aussicht auf Reisen, Häuser oder Autos. Tatsächlich hätten die zahlenden Opfer an keinem Gewinnspiel teilgenommen. Es seien auch keine Gewinne ausgeschüttet worden.

Um der fast 50-köpfigen Bande das Handwerk zu legen, sei jahrelang ermittelt worden, so die Staatsanwaltschaft. Die Bande habe ihre Aktivitäten, die strafrechtliche Verantwortung und die Geldflüsse hinter einem komplizierten internationalen Firmengeflecht verborgen.

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