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Im Neugeschäft: Münchener Rück erwartet weitgehend stabile Preise

Die Münchener Rück sieht sich von den Überkapazitäten auf dem Markt für Rückversicherungsschutz wenig betroffen. Der Rückversicherer erwartet bei den Neuverhandlungen der Verträge zum 1. Januar weitgehend stabile Preise.

Dominiert wird die Schadenstatistik bis Ende Juni durch Wetterextreme in den USA. 85 Prozent der weltweiten versicherten Schäden und 61 Prozent der Gesamtschäden entfallen im ersten Halbjahr 2012 auf den amerikanischen Kontinent und dort fast ausschließlich auf die USA. Insbesondere zu Beginn des Frühjahrs ereigneten sich vom Mittleren Westen bis hinunter in den Süden Serien von Tornados, von denen einige Schäden in Milliardenhöhe verursachten. Schwerstes Einzelereignis war eine Unwetterfront, die vom 2. bis 4. März mehrere US-Bundesstaaten überquerte.

Bild: picture-alliance/ dpa

Das erklärte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek am Sonntag vor der diesjährigen Erneuerungsrunde in Monte Carlo. Dort geht es in der Regel um zwei Drittel des Geschäfts in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung, vor allem mit Kunden aus Europa. Jeworrek erklärte, die Münchener Rück konzentriere sich hier auf das proportionale Geschäft, in dem Rückversicherer den Erstversicherern einen Teil ihres Schadens in einem festgelegten Verhältnis abnehmen.
"Auch in den anderen Geschäftssegmenten erwartet Munich Re keine signifikanten Veränderungen bei Preisen und Bedingungen", hieß es in einer Mitteilung. Der Konzern sei für die anstehenden Verhandlungen gut positioniert. Vor allem in der Rückversicherung gegen Naturkatastrophen pumpen neue Konkurrenten wie Pensions- oder Hedgefonds auf der Jagd nach höheren Renditen frisches Kapital in Milliardenhöhe in den Markt.

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Damit erwächst den angestammten Rückversicherern neue Konkurrenz. Das hatte zuletzt vor allem die Preise für Rückversicherungen gegen Hurrikane oder Überschwemmungen in den USA unter Druck gesetzt, freilich nicht so stark wie befürchtet. Die Münchener Rück sei wegen der Struktur ihres Geschäfts davon nur mäßig betroffen, hieß es.

Bei der Erneuerung von Verträgen im Volumen von 2,2 Milliarden Euro zum 1. Juli hatte der Konzern einen Preisrückgang um 0,9 Prozent festgestellt.
Bei nicht-proportionalen Katastrophen-Deckungen übernehmen Rückversicherer den Schaden oberhalb einer bestimmten Schwelle, der die Erstversicherer überfordern würde.

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