Krötenkarneval: Rosenmontags-Risiko: Jecke Überraschungen

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Anke Henrich: Krötenwanderung

Kolumne von Anke Henrich

Tääärä! Was dürfen Sie sich im Karneval eigentlich alles erlauben? Von Alkohol am Steuer, Bonbon-Beulen und Vaterschaftstests.

Zumindest für Richter ist am Aschermittwoch längst nicht alles vorbei. Was Rosenmontag noch ein Späßchen war, landet Monate später gerne auf ihrem Tisch.

So haben die schwarz Verkleideten entschieden:

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Wer eigens zum Karnevalszug marschiert, darf sich anschließend nicht beschweren, wenn er mit Kamelle, Blumengebinden, Werbekulis oder sonst was beworfen wird. Selbst wenn er eine dicke Beule davon trägt: Aus Sicht der Juristen selber schuld, das ist das Restrisiko am Zugweg.

Null Humor haben Richter und Versicherungen beim Thema Alkohol im Straßenverkehr:Es gilt wie immer, Karneval hin oder her, erlaubt sind 0,5 Promille am Steuer, für  Fahrer unter 21 Jahren oder in der Probezeit nullkommanix Promille. Aber: Stellt die Polizei einen alkoholbedingten Lenkfehler als Unfallursache fest, gilt der Fahrer schon bei 0,3 Promille als fahruntüchtig und muss mit einer Strafe rechnen.

Spätfolgen nicht ausgeschlossen

Richtig ernst macht auch die Kfz-Versicherung bei einem Unfall. Die Trunkenheitsklausel in der Verträgen besagt, dass bei einem Blutalkoholwert von 0,3 bis 1,1 Promille der Verkehrssünder zum Teil selbst für durch ihn entstandenen Schaden an anderen Fahrzeugen und Personen aufkommen muss. Die Versicherung fordert bis zu 5000 Euro von ihm zurück. Bei absoluter Fahruntüchtigkeit ab 1,1 Promille zahlt der Betrunkene sämtliche Schäden alleine. Fährt er eine Person an, kann das sehr, sehr teuer werden. Fahruntüchtigkeit ist übrigens keine gnädige Ordnungswidrigkeit mehr, sondern eine Straftat.

Und falls Sie gegen Weihnachten plötzlich Post von einer Ihnen nicht mehr erinnerlichen Dame bekommen: Vaterschaftstests, die ohne Kenntnis der Mutter ausgeführt wurden, sind seit 2007 vor Gericht nicht zu verwenden. Wenn’s eng wird: Das Familienministerium bietet Überraschungsvätern im Internet über seine Homepage die sehr nützliche Broschüre „Die Beistandschaft“ an – www.bmfsfj.de. Darauf ein dreifaches Helau!!!*

*die WiWo sitzt in Düsseldorf

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