Krötenwanderung: Ärger beim Schneeschippen

kolumneKrötenwanderung: Ärger beim Schneeschippen

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Ungeliebte Aufgabe im Winter: Der Schnee muss geräumt werden

Kolumne von Anke Henrich

Beim Schnee schippen geschlampt? Achtung, es droht Ärger. Keiner möchte es machen, aber fast alle müssen Hand anlegen. Und wehe, der Nachbar rutscht anschließend aus.

Schnee räumen ist wie Schwarzer Peter spielen. Am besten ist es, wenn die anderen dran sind. Doch wer sich verdrückt, riskiert teuren Ärger. Der Bund der Versicherten hat die Rechtslage zusammen getragen.

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Kurz und bündig: Zunächst ist der Hauseigentümer in der Pflicht. Leider oder Gott sei Dank kann er es – so vorhanden – an seine Mieter delegieren. Wenn die sich vor der kalten Mühe in aller Frühe oder am späten Abend drücken, haften sie und nicht der Hausbesitzer, falls jemand auf dem nicht ordentlich geräumten Weg ausrutscht. Ein bisschen Schnee beiseite fegen, reicht also nicht. Schludern kann teuer werden, denn schon ein umgeschlagener oder gebrochener Fuß zieht nicht nur eine Behandlung, sondern auch Schadenersatz und Schmerzensgeld nach sich. Bei üblen Stürzen auf den Kopf womöglich sogar eine Rente. Zuständig ist dann die private Haftpflichtversicherung des Mieters. Sie habe einen weiteren Vorteil, so der Bund der Versicherten: Lehnt die Gesellschaft die Zahlung von Schadensersatz ab, dann kann der Versicherte davon ausgehen, dass ein Anspruch gegen ihn tatsächlich nicht besteht. Bleibt das Schnee-Opfer bei seiner Forderung, wird der Versicherer diese unberechtigte Forderung notfalls sogar vor Gericht abwehren.

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Privathaftpflicht reicht

Vorsicht: Zahlt die Versicherung für einen Versicherten, der ihnen schon mehrere Schadensfälle eingebrockt hat, könnte dem anschließend die Kündigung der Police seitens des Versicherers drohen. 



Hauseigentümer, die vermieten, sollten eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abschließen. Wer sein Eigenheim selbst bewohnt, für den ist eine Privathaftpflichtversicherung ausreichend. Sinnvoll ist neben der  Wohngebäudeversicherung auch noch eine Elementarschadenversicherung, denn sie ist zuständig bei Schadensfällen durch „Schneedruck“. Soll heißen, wenn schwerer Schnee oder dickes Eis das Dach beschädigen. 

Einen Trost gibt es aber, für alle, die morgens den Kampf in der Kälte aufnehmen: Wer den Schnee nicht anmutig nach links und rechts wedelt, sondern ein halbe Stunde kraftvoll schippt, soll rund 250 Kalorien verbrennen. Das entspricht einer halben Tafel Schokolade!

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