Krötenwanderung: Mehr Geld für Väter, weniger für Kinder und alte Eltern

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kolumneKrötenwanderung: Mehr Geld für Väter, weniger für Kinder und alte Eltern

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Das Landgericht Düsseldorf gibt die Neufassung der Düsseldorfer Tabelle 2013 bekannt.

Kolumne von Anke Henrich

Das Landgericht Düsseldorf hat die Zahlen der Düsseldorfer Tabelle aktualisiert. Sie dienen als Messlatte vor Gericht bei Streitfragen zur Unterhaltspflicht.

Sie ist die Schlichtungsstelle getrennter Eltern, die sich um Kindsunterhalt streiten: die Düsseldorfer Tabelle. Ihre Zahlen zur monatlichen Unterhaltspflicht sind nicht rechtlich bindend, aber dienen vor Gericht als Messlatte.

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Jetzt wurden die Vorgaben des Landgerichts Düsseldorf für 2013 veröffentlicht. Zum 01.01.2013 erhöht sich der notwendige Selbstbehalt  für Erwerbstätige, die für Kinder bis zum 21. Lebensjahr unterhaltspflichtig sind, von jetzt 950 Euro auf 1.000 Euro. Zudem werden die Selbstbehalte bei Unterhaltspflichten gegenüber Ehegatten, Mutter/ Vater eines nichtehelichen Kindes, volljährigen Kinder oder Eltern angehoben. Achtung: Der Kindsunterhalt wird nicht erhöht.

Konkret heißt das:

  • Selbstbehalt von Unterhaltspflichtigen gegenüber Ehegatte oder Mutter/ Vater eines nichtehelichen Kindes: 1.100 Euro (statt bisher 1.050 Euro),

  • Selbstbehalt gegenüber Kindern bis 21 Jahre (im Haushalt eines Elternteils und allgemeine Schulausbildung), wenn der Unterhaltspflichtiger nicht erwerbstätig ist: 800 Euro (770 Euro),

  • Selbstbehalt gegenüber Kindern ab 21. Jahre, die nicht bei einem Elternteil leben: 1.200 Euro (1.150 Euro).

Die Entscheidung tangiert auch die erwachsenen Kinder alter Eltern, die den so genannten Elternunterhalt leisten müssen: Ihr Selbstbehalt erhöht sich auf 1.600 Euro monatlich (bisher 1.500 Euro).

Wichtig zu wissen: Die Düsseldorfer Tabelle deckt nicht alle zu leistenden Zahlungen des Unterhaltspflichten ab. Kinderbetreuungskosten gehen extra! Nach dem neuen Scheidungsrecht ist die Berufstätigkeit auch bei kleinen Kindern für den oder die Alleinerziehende verpflichtend. Betreuungskosten außer Haus, die deshalb entstehen (Kindergarten, Ganztagsschule, Tagesmutter, etc.), gelten als Mehrbedarf und sind im normalen Unterhalt nicht enthalten. Die Eltern müssen sie teilen (BGH NJW 2009, 1816 = FamRZ 2009, 962). Der Verteilungsschlüssel richtet sich nach dem Einkommen der Eltern.

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Nicht hineingerechnet werden dürfen die Verpflegungskosten, die in der betreuten Zeit für das Kind anfallen. Die Logik der Richter ist simpel: Gegessen werden immer und das ist in der Düsseldorfer Tabelle schon eingerechnet.

Hier finden Sie die aktuelle Düsseldorfer Tabelle samt Vorjahre:

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