Krötenwanderung: So profitieren Sie vom Kinderkrankentagegeld

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kolumneKrötenwanderung: So profitieren Sie vom Kinderkrankentagegeld

Kolumne von Anke Henrich

Wenn die Kinder von berufstätigen Eltern krank werden, ist Holland meist in Not. Unter diesen Voraussetzungen springt die Krankenkasse ein.

Es ist der Gau jeder berufstätigen Mutter und vieler werktätiger Väter: Sohn oder Tochter haben sich in der Kita nicht nur den Schnupfen eingefangen. Sondern der Nachwuchs ist länger krank und mit viel Liebe, einem Tag Home Office und dem Netzwerk unter Müttern ist es dieses Mal nicht getan.

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Glück im Unglück hat dann, wer gesetzlich krankenversichert ist. Denn die vielgescholtene GKV hat in ihrem gesetzlich vorgeschriebenen Leistungskatalog auch das so genannte „Kinder-Krankentagegeld“ und das ist tatsächlich eine große Hilfe.

So funktioniert die Unterstützung: Anspruchsberechtigt sind Eltern, die gesetzlich krankenversichert sind und deren Kind ebenfalls dort versichert ist. Für kleine Privatpatienten gelten andere Regeln. Doch Vorsicht: Kinderkrankentagegeld ist in vielen Standardtarifen der PKV erst gar nicht enthalten und muss extra bezahlt werden.

Wer hat Anspruch?

Arbeitnehmer haben gegen den Arbeitgeber in der Regel Anspruch auf zehn Tage Freistellung pro Jahr und Kind, falls das kranke Kind zuhause gepflegt werden muss. Bei Alleinerziehenden sind 20 Tage pro Jahr und Kind, aber maximal 50 Tage. Die traurige Ausnahme sind schwerkranke Kinder oder solche nahe dem Tod.

Zahlt der Chef in dieser Zeit keinen Lohn, springt die gesetzliche Krankenkasse ein. Das kann auch für Selbstständige gelten, muss aber nicht – also beizeiten mit einem Anruf bei der Kasse klären.

Für die Überweisung des Kinderkrankentagegeldes gelten mehrere Bedingungen.

  • Der versicherte Elternteil hat selbst einen Anspruch auf Krankengeld, falls er krank würde.

  • Ein Arzt bescheinigt nicht nur die Erkrankung des Kindes, sondern auch die Notwendigkeit der häuslichen Pflege.

  • Wichtig ist auch der Beleg, dass keine andere im Haushalt lebende Person die Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege des kranken Kindes übernehmen kann.

  • Bis hierhin ist alles rational nachvollziehbar, beim nächsten Punkt nicht: Das schmerzgeplagte Kind darf das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Nur für behinderte Töchter und Söhne gibt es die Hilfe auch über das zwölfte Jahr hinaus. Was Mütter und Väter mit fiebrigen oder post-operativen 14-Jährigen machen, bleibt Geheimnis des Gesetzgebers.

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Aber Achtung: Das Kinderkrankentagegeld muss versteuert werden und ist nach oben gedeckelt. Es entspricht der Höhe des Krankentagegeldes, das der versicherte Elternteil bekäme, wäre er selbst krank und fiele aus der Lohnfortzahlung. Dann bekäme er 70 Prozent seines Bruttoverdiensts überwiesen, höchstens aber 90 Prozent des Nettogehaltes.

Maximal sind es aber 70 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze, bis zu der der versicherte Elternteil seinen Krankenkassenbeitrag zahlt. Das sind derzeit rund 4000 Euro Bruttogehalt monatlich.

Bei Gutverdienern fällt das Kinderkrankentagegeld also niedriger aus als die reguläre Lohnüberweisung. Eine gute Sache ist es trotzdem.

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