Krötenwanderung: Wer haftet bei Wildschäden am Auto?

kolumneKrötenwanderung: Wer haftet bei Wildschäden am Auto?

Kolumne von Anke Henrich

Die Herbstdämmerung kommt und das Reh steht paralysiert am Straßenrand – wer haftet bei Wildschäden am Auto?

220.000 überfahrene Rehe, 12.000 Wildschweine, 200.000 Kaninchen und Hasen – das ist die jährliche ADAC-Wildwechsel-Opferstatistik.   Der Rat aller Experten für den Ernstfall ist so richtig, wie schmerzlich – vor allem für die Tiere: Weichen Sie dem Tier auf ihrer Fahrbahn nicht aus, sondern halten Sie darauf zu. Andernfalls ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Autofahrer das Steuer verreißt und schlimmstenfalls in einen  Baum kracht.  

Wer aber einmal einen Wagen nach einem Schlagabtausch mit Wild sah, weiß welche massiven Schäden an einem Auto entstehen können, selbst bei einem Fuchs.  Aber auch wer das Tier nicht erwischt und dennoch ins Schleudern gerät, kann sein Auto ramponieren. Da aber ist der Nachweis für die Versicherung besonders  schwierig, denn das Tier hat sich vom Acker gemacht. Zudem gibt mancher halbseidene Unglücksfahrer auch nur an, er sei heldenhaft einem Tier ausgewichen, in Wirklichkeit aber hat er unaufmerksam das Lenkrad verrissen.  

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Hagelschäden & Co. Mobile Autodoktoren profitieren von Unwettern

Wenn es Hagelkörner in Golfballgröße regnet, ruft das eine sehr mobile Branche auf den Plan. Dellendoktoren reisen den Unwettern hinterher. Wenn es lohnt, auch mit gecharterten Ferienfliegern.

Dellendoktoren reisen Hagelstürmen hinterher, um Autos zu reparieren. Quelle: dpa

Im Schnitt entsteht ein Schaden von 2000 Euro. Da schauen die Kfz-Versicherungen  bei der Schadenabwicklung schon genauer hin. In der Regel kommt die Teilkasko für den Schaden auf, vorausgesetzt Haarwild hat ihn verursacht.  Darunter fällt nicht nur, was ein Fell trug, sondern auch Murmeltiere, Fischotter und Seehunde.

Anders sieht es aus bei Federvieh: Da verweigert sich die Versicherung. Das gilt auch für Katzen, Hunde oder Kühe. Die Begründung: Das sind nicht Wildtiere, sondern Haus- oder Nutztiere.  Kann man verstehen, muss man aber nicht.

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Wer Vollkasko versichert ist, hat Glück. Sie trifft laut Gesamtverband der Versicherungswirtschaft diese Unterscheidung nicht, sondern übernimmt jeden Schaden verursacht durch ein Tier auf Abwegen. Dafür zahlt der Unglücksfahrer aber mit seinem Schadenfreiheitsrabatt und das will gut durchgerechnet sein.

Wer ein Wildtier auf die Hörner nimmt, der muss nach der Sicherung der Unfallstelle sofort die Polizei rufen.  Zudem gilt es sofort alle Schäden, Haar- und Blutreste und so möglich das Tier zu fotografieren. Das tote Tier einfach mitzunehmen ist strafbar und gilt als Wilderei!

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