Krötenwanderung: Wie viel Platz Treppenlifte einnehmen dürfen

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kolumneKrötenwanderung: Wie viel Platz Treppenlifte einnehmen dürfen

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Vor der Anschaffung eines Treppenlifts sollten einige Besonderheiten beachtet werden

Kolumne von Anke Henrich

Treppenlifte sind praktische Helfer in der Not. Doch selbst mit Erlaubnis des Vermieters dürfen sie nicht immer eingebaut werden.

Eigentlich geht es der alten Mutter, dem alten Vater, Oma oder Opa ja gut. Der Geist ist wach, aber die Knochen sind müde und die langjährige Wohnung liegt leider nicht im Erdgeschoss. Aber deshalb in ein Altersheim? Die Industrie hat dafür längst eine Lösung: der Treppenlift. Individuell planbar, belastbar – und ziemlich teuer. Doch nicht jeder, der seinen Alten Gutes will, darf es auch, entschied das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Denn des einen Nutzen, könnte des anderen Elend werden, weil der Treppenlift den Fluchtweg verengt.

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Das ist der Fall: Ein Ehepaar (80 und 88 Jahre) wohnte in der zweiten Etage eines Mehrfamilienhauses. Die Treppen machten den alten Leuten das Leben schwer. Ein Treppenlift sollte her, für dessen Einbau sie vorher ordnungsgemäß beim Eigentümer eine Erlaubnis einholten.

Ein Nachbar aber zog vor Gericht: Der Treppenlifte mache sich zu breit im Flur, das gefährde den Fluchtweg für die anderen Bewohner.

Die Sicherheit der Hausgemeinschaft zählt

Die Richter gaben dem Kläger recht: Der Abstand zwischen der Montageschiene  des Lifts und dem Treppengeländer gegenüber betrug nur 92 Zentimeter. Nach der Bauordnung des Landes muss er aber mindestens einen Meter betragen, damit sich auch in einer Paniksituation alle Mieter rasch übers Treppenhaus ins Freie retten könnten. Die Sicherheit der Hausgemeinschaft ist wichtiger als die technische Unterstützung für die alten Mieter.

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Wer den Mobilitätshelfer einbaut, ohne das zu berücksichtigen, verliert zudem viel Geld. Je nach zurückzulegender Wegstrecke im Haus kostet ein Treppenlift in der Regel zwischen 3000 und 10.000 Euro. Für Rollstuhlfahrer, die einen Plattformlift brauchen, auf den sie mit ihrem Rolli direkt einparken können, kann es noch teurer werden.

Die Kosten müssen in der Regel aus eigener Tasche bezahlt werden, Krankenkassen finanzieren die Lifte nur in Ausnahmen.    

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