Nachlassplanung: Tipps zum cleveren Vererben

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Nachlassplanung: Tipps zum cleveren Vererben

von Niklas Hoyer

Im Erbrecht und bei Schenkungen lauern einige Fallstricke, die leicht bei der Planung eines Testaments übersehen werden. Auf was Sie bei der Nachlassplanung achten sollten.

In Etappen verschenken

Sollen entferntere Verwandte oder auch Schwiegerkinder zu Lebzeiten beschenkt werden, fällt oft Schenkungsteuer an. Tipp: Wird Vermögen in Etappen unter direkten Verwandten übertragen, gelten höhere Freibeträge. So könnten Eltern erst den Sohn beschenken (Freibetrag 400.000 Euro), der dann seine Frau bedenkt (Freibetrag 500.000 Euro). Bei direktem Übertrag an die Schwiegertochter blieben nur 20.000 Euro steuerfrei. Achtung: Es sollte keine Verpflichtung zur Weiterschenkung geben, außerdem sollte zwischen den Schenkungen einige Zeit liegen, etwa ein Jahr. Sonst wittert der Fiskus eine Kettenschenkung und geht für die Steuer von einer direkten Übertragung aus.

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Inflation ausgleichen

Sollen Angehörige eine fixe Geldsumme vermacht bekommen, kann die Inflation bis zum Todestag des Erblassers den Betrag entwerten. Tipp: Erblasser sollten eine Wertsicherung mit Verweis auf den Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes ins Testament aufnehmen.

Das optimale Testament Leichtes Erbe - Mein letzter Wille geschehe

Manche Fehler im Leben kann man nicht mehr korrigieren – ein verunglücktes Testament gehört dazu. Wie Sie sich und den späteren Erben frühzeitig Ärger ersparen und die Steuerbelastung senken.

Quelle: dpa

Risikopolicen optimieren

Wer seine Familie für den Todesfall absichern will, schließt meist eine Risikolebensversicherung ab. Im Fall der Fälle würde die Versicherungssumme an Partner oder Partnerin fließen. Diese Auszahlung würde bei der Berechnung der Erbschaftsteuer berücksichtigt, sodass vor allem bei nicht verheirateten Paaren wegen der niedrigeren Freibeträge schnell Erbschaftsteuer anfallen kann. Tipp: Die abzusichernde Person sollte die Risikolebensversicherung selbst abschließen und die Beiträge zahlen (sie wird Versicherungsnehmer), versichert aber den Partner. So zählt eine mögliche Auszahlung nicht zum Erbe und bleibt auf jeden Fall steuerfrei.

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Deutsches Recht wählen

Wichtig für alle, die im Ausland leben: 2015 tritt eine EU-Verordnung in Kraft, nach der das Erbrecht des Landes gilt, in dem der Verstorbene seinen letzten Aufenthalt hatte. Ein Berliner Testament, bei dem sich Ehepartner für den ersten Todesfall als Alleinerben einsetzen, ist aber etwa in Spanien ungebräuchlich. Tipp: Ins Testament schreiben, dass bei Auslandswohnsitz deutsches Erbrecht gelten soll.

Ersatzerben einsetzen

Jeder sollte den Fall bedenken, dass vorgesehene Erben schon verstorben sind. So könnte ein Ehepaar mit zwei verheirateten Söhnen mit je einem Kind ins Testament schreiben, dass die Ehefrau des jeweiligen Sohnes erben soll, wenn sowohl der Sohn als auch dessen Kind vor dem Erbfall verstorben sind. Ohne diese Regelung würde das Erbe des einen Sohns in diesem Fall an den anderen Sohn fallen. Tipp: Nur wenn Ersatzerben eingesetzt sind, landet das Vermögen sicher bei den richtigen Personen.

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