Postbank-Studie: Deutsche lernen aus Fehlern bei Erbschaften

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Postbank-Studie: Deutsche lernen aus Fehlern bei Erbschaften

Deutschland erlebt die historisch größte Erbschaftswelle. Und die Bundesbürger sind darauf gut vorbereitet: Sie beschäftigen sich viel intensiver und frühzeitiger als in bisherigen Erbfällen mit dem Thema Erben und Vererben.

Denn Transparenz und eine klare Aufteilung des Nachlasses sind für die Deutschen die wichtigsten Ziele, um Streit zu verhindern. Dies sind Kernergebnisse der neuesten bundesweiten Postbank Erbschaftsstudie, die die Bonner Bank jetzt veröffentlicht hat. "Die Deutschen haben offenkundig aus Fehlern der Vergangenheit bei Erbschaften gelernt", fasst Susanne Klöß, Generalbevollmächtigte der Postbank zusammen. "Und sie werden bei der
Nachlass-Planung immer routinierter."

Das wichtigstes Ziel für Deutsche, die ein Erbe hinterlassen wollen, ist die klar geregelte Aufteilung ihres Besitzes: 77 Prozent halten das für "ganz besonders wichtig". Klare Verhältnisse für Erben sind ihnen damit sogar wichtiger, als dass alle Dokumente wie Testament oder Vollmachten bei Tod vorliegen. An dritter Stelle folgt das Ziel, dass es keinen Streit ums Erbe gibt.

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Dies deckt sich fast genau auch mit Ansichten der Menschen, die künftig ein Erbe erwarten - das ist jeder fünfte Erwachsene ab 16 Jahre in Deutschland. Große Unterschiede gibt es dagegen zu bisherigen Erbfällen: Bislang wurde nur in etwa jedem vierten Erbfall die Verteilung des Nachlasses zwischen den Erben und dem Erbschafts-Geber abgesprochen. "Eine neue Offenheit bei Erbschaften in Deutschland ist erwünscht", resümiert Susanne Klöß.

Wachsende Erfahrung und zunehmendes Interesse an Beratung

Exakt zwei Drittel aller ab 50-Jährigen in Deutschland haben sich schon mit der Vergabe eines Erbes beschäftigt. Jedoch: Von ihnen hat mehr als jeder Zweite selbst auch schon mindestens einmal etwas geerbt und hat somit entsprechende Erfahrung. Dies kann erklären, warum sich laut Postbank Studie insgesamt die Wünsche angehender Erben und Erb-Geber in Deutschland inzwischen so stark decken.

Zudem steigt auch das Interesse an Beratung in Erbschaftsfragen. Bisherige Erben hatten sich nur in jedem vierten Erbfall bei Beratern informiert wie Steuer-, Bank- oder Finanzberater. Von den jetzt angehenden Erben aber plant oder hatte schon jeder Dritte solche Gespräche. Und wenn Immobilien im Erbe erwartet werden, sind es sogar vier von zehn.

Immobilien-Erbschaften nehmen stark zu, geerbte Eigenheime werden aber nur noch halb so oft von den Erben bezogen

Laut der Postbank Studie waren Immobilien bislang erst in jeder zweiten Erbschaft enthalten. Dagegen erwarten die heute angehenden Erben zu 71 Prozent Immobilien. Und tatsächlich planen auch ähnlich viele Erbschafts-Geber so. In zwei Drittel aller künftigen Erbschaften sind deshalb Immobilien zu erwarten.

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