Prozesse: Petersen hält 4,7 Prozent an Solarhybrid

Prozesse: Die Machenschaften der Anlegerschützer

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Petersen hält 4,7 Prozent an Solarhybrid

Insgesamt steuern Straub und Petersen über H2M 15,2 Prozent an Solarhybrid, zwischen Mai 2008 und Juni 2010 lag der Anteil sogar über 25 Prozent. Nur der umstrittene Kulmbacher Herausgeber Bernd Förtsch („Der Aktionär“) kontrolliert über die BF Holding mit 22,9 Prozent derzeit einen größeren Anteil.

Petersen persönlich hält, direkt und indirekt, rund 4,7 Prozent an Solarhybrid, was etwa 1,8 Millionen Euro Börsenwert entspricht. Aufgrund seiner Aktienanteile vertrete Petersen Interessen, „die im Einzelfall mit den Interessen der Gesellschaft in Konflikt stehen können“, relativiert der Wertpapierprospekt von Solarhybrid die Aussage des eigenen Chefs.

Für kleines Geld

Solarhybrid projektiert, baut und verkauft schlüsselfertige, große Solarparks auf Freiflächen. Abnehmer sind meist geschlossene Fonds. Projektentwickler wie Solarhybrid gibt es in Deutschland Dutzende; eine Besonderheit ist, dass Solarhybrid überwiegend in den neuen Ländern aktiv ist, vor allem in Brandenburg. Für Solarparks im dünn besiedelten Osten hat das Unternehmen ein passendes Geschäftsmodell entwickelt. Entscheidend ist der Zugang zu geeigneten Grundstücken für kleines Geld.

Dazu pflegten Solarhybrid-Manager beste Kontakte zu Gemeinderäten und anderen Lokalpolitikern in den Ostgemeinden, die über geeignete Flächen verfügen, etwa ehemalige Truppenübungs- oder Flugplätze der Roten Armee. „Die Gemeinden sind froh, wenn sie die mit Munition, oder Altöl belasteten Flächen los sind“, sagt ein Branchen-Insider, „Solarhybrid kam oft sehr günstig an die Flächen. Dazu gab es oft auch noch Fördermittel vom Staat.“

Mit von der Partie

Daran ist nichts illegal. Auffällig nur, dass auch hier Ex-Anlegerschützer Petersen gleich mit einer Fülle von Unternehmen mit von der Partie ist.

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So stellt Petersen beim Solarpark Finow- Tower 1 im brandenburgischen Finowfurt das Grundstück auf einem ehemaligen Flugplatz dem Solarfonds CH2 Solaris No. 1 zur Verfügung. Er kassiert dafür über eine Zweckgesellschaft, an der er 94,9 Prozent hält, 20 Jahre lang insgesamt wenigstens sechs Millionen Euro Miete, zuzüglich variabler Anteile. Der Kaufpreis des Grundstücks lag bei 2,6 Millionen Euro.

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