Sparkasse: Wie ein Ex-Unternehmer gegen seine Bank kämpft

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Sparkasse: Wie ein Ex-Unternehmer gegen seine Bank kämpft

, aktualisiert 04. Mai 2017, 09:37 Uhr
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Unternehmer Klaus Stratmann (links) mit Lebensgefährtin Ursula und seinem Rechtsanwalt

von Mark Fehr

Nach der Insolvenz seiner Batteriefirma prozessiert Klaus Stratmann gegen die Hausbank - bisher erfolglos. Doch der Vorwurf überhöhter Zinsabrechnungen ist ein Problem, das auch andere Bankkunden kennen.

Klaus Stratmann lässt sich nicht anmerken, dass er viel einstecken musste im Leben. Sein Haar ist weiß, ebenso wie der gepflegte Schnurrbart. Die straffe Haltung im dunklen Blazer wird ergänzt vom entschlossenen Blick durch die Brille mit dem klassischen dünnen Rand – den Dienstrang des Oberleutnants der Reserve kauft man dem 77-Jährigen ohne Mühe ab.

Doch der schneidige Auftritt kann schnell darüber hinwegtäuschen, dass Stratmann so einige körperliche und seelische Blessuren mit sich herumschleppt, seit der Vater ihn als Jugendlichen mit einem Nagelbrett malträtierte, seit er sich während der Bundeswehrzeit ein bleibendes Knalltrauma und eine schwere Knieverletzung zuzog und seit sein Unternehmen, dass er mit Mitte 50 aufgebaut und jahrelang erfolgreich geleitet hat, Insolvenz anmelden musste.

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Getäuscht fühlt sich der ehemalige Unternehmer von seiner Hausbank, einer kommunalen Sparkasse, von denen es knapp 400 in Deutschland gibt. Die Bank habe ihn mit überhöhten Zinsen in die Enge getrieben und mündliche Versprechen wichtiger Finanzierungszusagen gebrochen.

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Aus Sicht der Sparkasse basiert die von Stratmann behauptete Forderung allerdings auf zahlreichen weder nachvollziehbaren noch nachprüfbaren Unterstellungen, etwa angeblichen Zinsmanipulationen durch Mitarbeiter der Bank, sittenwidrigen Sollzinsen sowie rechtswidrigen Zinsanpassungen und Wertstellungen auf seinen Konten. In keinem der zahlreichen Rechtsstreitigkeiten, in denen Kunde Stratmann stets unterlag, habe das von ihm beauftragte Gutachten Einfluss auf die Beweislage und die Urteile gehabt.

Trotz des von ihm beauftragten Gutachtens, das den Zinsschwindel nachweisen soll, unterlag Stratmann tatsächlich vor Gericht. Unterkriegen kann ihn das aber nicht. Und seine Geschichte ist es wert, gehört zu werden.

Stratmanns Firma ist inzwischen insolvent, obwohl das Geschäftsmodell lange funktioniert hat und ihm jahrein jahraus die Zinszahlungen auf die Kreditlinien der Sparkasse ermöglichte. Er belieferte Großabnehmer mit Autobatterien, etwa den Wohnwagenhersteller Hymer. Auch die Sparte für Autozubehör der französischen Supermarktkette Carrefour gehörte zu den Kunden.

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