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exklusivStärkere Förderung: Ehrenamtspauschale soll um 44 Prozent steigen

von Christian Ramthun

Die Bundesregierung will das Ehrenamt noch stärker fördern als bisher geplant und die steuerfreie Ehrenamtspauschale von 500 Euro auf 720 Euro anheben.

Saarland

Die durchschnittlichen Steuererstattungen für Arbeitnehmer fallen in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich aus. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt, dass 158.353 Steuerpflichtige im Saarland mit ihrer Steuererklärung für das Jahr 2007 im Schnitt gerade mal 755 Euro zurückholen konnten. Der Bundesdurchschnitt lag bei 831 Euro. Berücksichtigt wurden unbeschränkt Steuerpflichtige mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und gegebenenfalls Kapitaleinkünften. Als Quelle diente die Einkommensteuerstatistik 2007.

Nach Angaben des Finanzministeriums im Saarland mussten Steuerzahler dort im Jahr 2011 vier bis zehn Wochen auf ihren Steuerbescheid warten.

Bild: dpa

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Das entspricht einer Steigerung um 44 Prozent. In einem ersten Entwurf war erst von einer Anhebung auf 600 Euro die Rede gewesen. Wie die WirtschaftsWoche weiter berichtet, soll die ebenfalls steuerfreie Übungsleiterpauschale von 2100 Euro auf 2400 Euro im Jahr steigen. Das geht aus dem jüngsten Entwurf des „Gemeinnützungkeitsentbürokratisierungsgesetzes“ hervor, der gegenwärtig in der Abstimmung zwischen den Ministerien und den Regierungsfraktionen ist.

Der Entwurf enthält insgesamt 16 Punkte, zu denen auch geringere Haftungsvorschriften für Vereinsvorstände zählen. Zudem sollen Sportvereine künftig bis zu 45.000 Euro statt bisher 35.000 Euro aus sportlichen Veranstaltungen steuerfrei einnehmen dürfen. Insgesamt sollen Vereine und ehrenamtlich Tätige durch das Gesetz 110 Millionen Euro mehr erhalten.

Staatssekretär Hartmut Koschyk (CSU) aus dem federführenden Bundesfinanzministerium erläuterte in der Online-Ausgabe der WirtschaftsWoche, dass das geplante Gesetz „das Ehrenamt in Deutschland stärkt“. In erster Linie gehe es dabei um Vereinfachungen für die Betroffenen und den Abbau bürokratischer Lasten. Wegen der „überragenden Bedeutung des Vereinswesens für unsere Gesellschaft“ rechnet Koschyk auch mit einer Zustimmung der Bundesländer, die derzeit ansonsten Gesetze mit Steuermindereinnahmen im Bundesrat blockieren. Dann könnte das Gesetz zum 1. Januar 2013 in Kraft treten.

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