Bild: dpaSaarland
Die durchschnittlichen Steuererstattungen für Arbeitnehmer fallen in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich aus. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt, dass 158.353 Steuerpflichtige im Saarland mit ihrer Steuererklärung für das Jahr 2007 im Schnitt gerade mal 755 Euro zurückholen konnten. Der Bundesdurchschnitt lag bei 831 Euro. Berücksichtigt wurden unbeschränkt Steuerpflichtige mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und gegebenenfalls Kapitaleinkünften. Als Quelle diente die Einkommensteuerstatistik 2007.
Nach Angaben des Finanzministeriums im Saarland mussten Steuerzahler dort im Jahr 2011 vier bis zehn Wochen auf ihren Steuerbescheid warten.
Bild: apBaden-Württemberg
Etwas höher als im Saatland waren die Erstattungen für das Jahr 2007 in Baden-Württemberg. Hier erhielten Arbeitnehmer im Schnitt 787 Euro. Die Bearbeitungszeit für Einkommensteuererklärungen von Arbeitnehmern lag jedoch unter dem Durchschnitt der Bundesländer. 53 Tage dauerte 2011 die Bearbeitung von Arbeitnehmer-Einkommensteuererklärungen. Über alle 14 Länder gerechnet, die eine tagesgenaue durchschnittliche Bearbeitungszeit angeben konnten, lag diese Zeit insgesamt bei durchschnittlich 55,5 Tagen. Allerdings haben nicht alle Länder die gleiche Definition von Arbeitnehmern und teils werden auch Einkommen aus selbständiger Tätigkeit eingerechnet.
Bild: dpaBremen
Bremen teilt sich den 14. Platz im Ranking der höchsten Steuererstattungen mit Rheinland-Pfalz. In beiden Ländern erhielten Steuerpflichtige mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und gegebenenfalls Kapitaleinkünften für das Jahr 2007 eine Steuererstattung von 793 Euro.
Bild: dpaRheinland-Pfalz
Bei der Bearbeitungszeit hat Rheinland-Pfalz gegenüber Bremen die Nase jedoch klar vorne. Das Finanzministerium nennt für 2011 eine Bearbeitungszeit – also die Zeit zwischen Eingang der Einkommensteuererklärung und Versand des Steuerbescheids – von 43,1 Tagen. In Bremen waren es 62 Tage.
Bild: apNiedersachsen
Nur einen Euro mehr haben Steuerpflichtige in Niedersachsen für das Jahr 2007 im Schnitt zurückbekommen: 794 Euro. Bei der Bearbeitungszeit ist das Land jedoch weit vorne: 2011 dauerte die Bearbeitung von Einkommensteuererklärungen von Arbeitnehmern nach Angaben des Finanzministeriums im Schnitt nur 48 Tage.
Bild: dpaThüringen
Auch in Thüringen lag die Steuererstattung für Arbeitnehmer für das Jahr 2007 mit 796 Euro im unteren Bereich. Mit 60 Tagen Bearbeitungszeit für Steuererklärungen von Arbeitnehmern war 2011 auch die Bearbeitungszeit eher lang.
Bild: ReutersSachsen
In Sachsen haben 607.052 Steuerpflichtige mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und gegebenenfalls Kapitaleinkünften für das Jahr 2007 eine Erstattung von durchschnittlich 814 Euro bekommen. Auf ihren Steuerbescheid mussten Arbeitnehmer 2011 im Schnitt 57 Tage warten.
Bild: dpaBayern
Einen Euro mehr als die Sachsen bekamen für das Jahr 2007 die bayerischen Arbeitnehmer vom Finanzamt zurück: im Schnitt 815 Euro. In Bayern gab es mit 1.967.209 die zweithöchste Zahl der Erstattungen in der Bundesrepublik. Die Bearbeitungszeit für Einkommensteuererklärungen von Arbeitnehmern lag für das Jahr 2011 bei 53 Tagen.
Bild: dpaSchleswig-Holstein
Mit einer durchschnittlichen Erstattung von 825 Euro für Arbeitnehmer liegt Schleswig-Holstein nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 831 Euro. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit der Erklärungen aller Einkommensteuerpflichtigen – unabhängig von der Art ihres Einkommens – liegt in Schleswig-Holstein bei 61 Tagen.
Bild: dpaNordrhein-Westfalen
Im größten Bundesland der Republik gab es auch die meisten Steuererstattungen: 2,67 Millionen Steuerpflichtige haben vom Finanzamt Geld zurückbekommen, im Schnitt 833 Euro. Genaue Angaben zur durchschnittlichen Bearbeitungszeit der Steuererklärungen konnte das dortige Finanzministerium jedoch nicht machen, die Spanne reiche von vier Wochen bis sechs Monaten.
Saarland
Die durchschnittlichen Steuererstattungen für Arbeitnehmer fallen in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich aus. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt, dass 158.353 Steuerpflichtige im Saarland mit ihrer Steuererklärung für das Jahr 2007 im Schnitt gerade mal 755 Euro zurückholen konnten. Der Bundesdurchschnitt lag bei 831 Euro. Berücksichtigt wurden unbeschränkt Steuerpflichtige mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und gegebenenfalls Kapitaleinkünften. Als Quelle diente die Einkommensteuerstatistik 2007.
Nach Angaben des Finanzministeriums im Saarland mussten Steuerzahler dort im Jahr 2011 vier bis zehn Wochen auf ihren Steuerbescheid warten.
Das entspricht einer Steigerung um 44 Prozent. In einem ersten Entwurf war erst von einer Anhebung auf 600 Euro die Rede gewesen. Wie die WirtschaftsWoche weiter berichtet, soll die ebenfalls steuerfreie Übungsleiterpauschale von 2100 Euro auf 2400 Euro im Jahr steigen. Das geht aus dem jüngsten Entwurf des „Gemeinnützungkeitsentbürokratisierungsgesetzes“ hervor, der gegenwärtig in der Abstimmung zwischen den Ministerien und den Regierungsfraktionen ist.
Der Entwurf enthält insgesamt 16 Punkte, zu denen auch geringere Haftungsvorschriften für Vereinsvorstände zählen. Zudem sollen Sportvereine künftig bis zu 45.000 Euro statt bisher 35.000 Euro aus sportlichen Veranstaltungen steuerfrei einnehmen dürfen. Insgesamt sollen Vereine und ehrenamtlich Tätige durch das Gesetz 110 Millionen Euro mehr erhalten.
Staatssekretär Hartmut Koschyk (CSU) aus dem federführenden Bundesfinanzministerium erläuterte in der Online-Ausgabe der WirtschaftsWoche, dass das geplante Gesetz „das Ehrenamt in Deutschland stärkt“. In erster Linie gehe es dabei um Vereinfachungen für die Betroffenen und den Abbau bürokratischer Lasten. Wegen der „überragenden Bedeutung des Vereinswesens für unsere Gesellschaft“ rechnet Koschyk auch mit einer Zustimmung der Bundesländer, die derzeit ansonsten Gesetze mit Steuermindereinnahmen im Bundesrat blockieren. Dann könnte das Gesetz zum 1. Januar 2013 in Kraft treten.






















