Steuer-Software-Test: Steuer-Spar-Erklärung bietet echte Hilfe

Steuer-Software-Test: Steuer-Spar-Erklärung bietet echte Hilfe

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SteuerSparErklärung

Die Steuer-Spar-Erklärung aus dem Verlag Akademische Arbeitsgemeinschaft erzielt immer wieder sehr gute Ergebnisse in Vergleichstests. Auch in unserem Praxistest und bei der Umfrage unter unseren Lesern war sie der Testsieger. Ein paar Verbesserungsmöglichkeiten haben wir trotzdem gefunden.

Es hat schon etwas Triumphales, wie sich die Steuer-Spar-Erklärung anpreist. Ein junger Mann sitzt am Computer, seine Partnerin schaut ihm über die Schulter. Der Mann hat soeben seine Steuererklärung abgeschlossen. Die gereckte Faust und das Lächeln der Frau signalisieren: Es gibt vom Finanzamt ordentlich was zurück. Mehr Klischee geht kaum. Die Werbebotschaft ist dennoch klar: Mit dieser Software schaffen das auch Sie!

Tatsächlich hat die „Steuer-Spar-Erklärung“ aus dem Verlag Akademische Arbeitsgemeinschaft in den vergangenen Jahren immer wieder sehr gute Ergebnisse in Vergleichstests erzielt. Mit dem Urteil „Sehr gut“ war das Programm 2008 Testsieger bei der Stiftung Warentest.

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In unserem Praxistest hat sich das Programm ebenfalls bewährt. Ein Online-Update brachte die Software problemlos auf den neuesten Stand – so dass auch Gesetzesänderungen nach dem Veröffentlichungsdatum berücksichtigt werden. Nach einem Einstiegsauswahlmenü kann der Nutzer sofort mit dem Ausfüllen der Formulare am Bildschirm beginnen. Entweder klickt er sich selbst Schritt für Schritt durch die Menüpunkte, oder er wählt eine angepasste Zielführung (Roter Faden), die stets nur die relevanten Themen abfragen soll.

Hilfreiche Tipps - aber schwer zu finden

Im Standard-Modus ist die Anzeige dreigeteilt: Links zeigt ein „Navigator“ die Themenbereiche der Steuerklärung an, Unterthemen (wie zum Beispiel Ausgaben für Fachliteratur unter den Werbungskosten) lassen sich dort direkt auswählen. In der Mitte wird stets das eigentliche Formular angezeigt, in dem der Nutzer seine Angaben macht. Rechts zeigt das Programm Hinweise und Erläuterungen an. Sehr motivierend ist im Idealfall auch die Anzeige am rechten unteren Bildrand: Dort steht mit wie viel Steuererstattung der Nutzer momentan rechnen kann – oder was er nachzahlen muss.

Direkt beim Ausfüllen prüft die Software, ob die Angaben plausibel sind. So lassen sich Zahlendreher oder ein Vertippen direkt aufspüren:  Gibt ein Angestellter bei der Übernahme der Daten aus seiner Lohnsteuerbescheinigung einen zu hohen Betrag beim Solidaritäts-Zuschlag an, weist ihn das Programm zum Beispiel darauf hin, dass der angegebene Betrag über dem normalen Satz von 5,5% der Lohnsteuer liege. Problemlos lässt sich der Fehler dann beheben.

Doch auch bei weitergehenden Berechnungen hilft das Programm: Soll ein neuer, teilweise für die Arbeit genutzter Computer bei den Werbungskosten abgesetzt werden? Während die normalen Formulare hier nur die Angabe der richtigen Abschreibungssumme zulassen, hilft die Steuerspar-Erklärung gezielt weiter: Wann wurde der Computer zu welchem Preis gekauft? Wie viel Jahre wird der Computer genutzt? Zu welchem Anteil wird er beruflich genutzt? Sind diese Fragen beantwortet, errechnet das Programm selbst den absetzbaren Betrag.

Nicht immer sind die Steuer-Formulare auf Anhieb verständlich.  Weiß jeder Verheiratete, ob er mit seinem Ehepartner eine Gütergemeinschaft vereinbart hat? Der Steuer-Kompass hilft den Ahnungslosen auf die Sprünge. Rechts neben dem Formular lässt sich der Kompass, eine Art Anleitung, mit einem Klick auf „Aktuelles Kapitel anzeigen“ aufrufen. Allerdings helfen die angezeigten Themen nicht unbedingt sofort weiter. Erst mit der Stichwort-Suche des Steuer-Kompass kommt der Nutzer beim Thema Gütergemeinschaft zum Beispiel weiter: „Die Frage nach der Gütergemeinschaft“ heißt dann eines der dort angezeigten Kapitel. Die entsprechende Erklärung klingt zwar nach Bürokratendeutsch, hilft aber weiter (So heißt es schon im ersten Satz: „Dieser Güterstand ist nur selten anzutreffen, da Ehepaare normalerweise im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben.“) Kleines Manko: Etwas unpraktisch ist, dass der Klick direkt auf „Steuer-Kompass“ nicht zu diesem Kompass, sondern zu den Anzeige-Einstellungen führt. Erst unter dem Eintrag „Aktuelles Kapitel anzeigen“ verbirgt sich der eigentliche Kompass. Dieser Eintrag ist aber – je nach Bildschirmgröße – nicht direkt zu sehen. Auch sonst wirkt die Bildschirmoberfläche der Steuer-Spar-Erklärung manchmal überladen, andere Programme bieten etwas mehr Übersichtlichkeit.

Fast fertig

Sind alle Angaben gemacht, lässt sich die Steuererklärung nochmal im Detail automatisch prüfen.  Hier weist ein virtueller Helfer auf mögliche Fehler hin, gibt aber auch noch mal abschließende Tipps (zum Beispiel zur Absetzbarkeit von Handwerkerkosten im Haushalt).  Unter dem Menüpunkt „Ergebnis“ oder „Steuerberechnung anzeigen“ zeigt die Software eine Zusammenfassung der Angaben an – relativ gut verständlich wird dabei aufgeschlüsselt, wie es zur Steuersumme und dem entsprechenden Erstattungs- oder Nachzahlungsbetrag kommt. Sollte die letztlich vom Finanzamt errechnete Summe  abweichen, kann der Nutzer so nachvollziehen, welcher Posten nicht in voller Höhe anerkannt wurde.

Urteil unseres Praxistests: Gut durchdachte Software mit nützlichen Ratschlägen. Erleichtert die Steuererklärung und hilft Zeit zu sparen. Sehr empfehlenswert

Urteil unserer Leser: In der Umfrage unter den Lesern von wiwo.de war die Steuer-Spar-Erklärung klarer Testsieger. Vier von fünf Nutzern sind mit der Software voll und ganz zufrieden. Sie loben vor allem die einfache Bedienung, die umfangreichen Tipps und Erklärungen sowie die praktische Übernahme der Daten aus dem Vorjahr. Die Software sei sowohl für Anfänger als auch für Steuer-Profis sehr gut geeignet. Außerdem geben mehrere Befragte an, dass die Steuerprognose der Software bei ihnen korrekt war. Kleinere Schönheitsfehler sehen die Nutzer bei der Menüführung, die sie als komplex und unübersichtlich bemängeln.

Preis der Software: Am günstigsten gibt es die Software Im Internetversandhandel, ab 19,95 Euro;  Ohne CD und Verpackung gibt es die Software als Download der Akademischen Arbeitsgemeinschaft für 24,80 Euro (www.steuertipps.de/).  Wer sich gleich für mehrere Jahre an das Programm bindet und ein Abonnement abschließt, zahlt für den Download 21,80 Euro (www.steuertipps.de/).

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