Steuer-Software-Test: Wiso Sparbuch: Einladend und praktisch

Steuer-Software-Test: Wiso Sparbuch: Einladend und praktisch

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Wiso Sparbuch

Einen großen Vorteil hatte der Test der Wiso-Steuer-Software: Ich habe mit der Steuererklärung begonnen. Das Programm erwies sich außerdem als echte Hilfe. Auch wenn das mühsame Suchen von Belegen bleibt.

Die freundlich gelb-blaue Optik des Wiso Sparbuchs ist entschieden einladender als die Steuersoftware Elster-Formular, die ich die vergangenen Jahre immer benutzt habe. Die Symbolik einer als „diebisch“ verrufenen Elster (der Name kommt von der elektronischen Steuererklärung) hat mir als Icon auf dem Desktop in Zusammenhang mit meinem Einkommen eh nie behagt.

Ganz anders die Software von Buhl Data, die den Namen der Fernsehsendung Wiso des ZDF trägt. Auch hier bringt der Name zumindest eine lautmalerische Symbolik mit: „Wiso“ muss das alles so kompliziert sein?

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Mit der Wiso-Software ist zumindest der Einstieg unkompliziert. Ebenso unaufwändig wie die Installation einer normalen Software wie „Spongebob-Der Film“ oder die Software für den DSL-Router.

Die Lizenzvereinbarung ist ausreichend verständlich formuliert. Ich darf sie auf drei Computern installieren. Wenn ich wollte, könnte ich die für meine Nachbarn noch mit machen:

Obacht sollte gleich am Beginn dem „Kleingedruckten“ gelten, dass erfreulich groß und verständlich ist. Dennoch: Ein falscher Klick und ich buche ein kostenpflichtiges Abonomment, das zumindest ich nicht gebrauchen kann. In der Vergangenheit warfen viele Nutzer den Herstellern des Wiso Sparbuchs vor, sie in eine Abo-Falle gelockt zu haben. Die neue Transparenz schafft hier Abhilfe. Jeder sieht jetzt direkt, was wieviel kostet und was kostenlos ist.

Praktische Eingabe

Steuererklärung mit Elster bedeutet Kärrnerarbeit bei der Eingabe: Hier zeigt die Wiso-Software ihre Stärken. Ein Datum kann ich über den Zahlenblock flink eingeben. Kein Punkt und Komma ist nötig die Zahlenfolge 06071969 erkennt er zweifelsfrei als mein Geburtsdatum. Noch besser ist der Komfort bei der Eingabe von Zeiträumen. Er funktionert wie die Buchungssystem von Bahn und Fluglinien oder Micrcosofts Outlook. Er zeigt das Kalenderjahr an, ich klicke den Beginn und das Ende und schon ist die Spanne übertragen.

Mit derart viel begeisternden Komfort-Funktionen bekommt die Eingabe der Daten unendlich viel Schwung und gaukelt vor, ratzfatz sei man fertig.

Bis es zu den Daten kommt, die weder Wiso noch Elster ahnen können. Und die ich selber mühselig aus den Papierbelegen suchen muss („Schatz, hast du den Ordner mit den Quittungen gesehen?“). Belege über Kinderbetreuung, eTin, Steuernummer. Das ist zwar einfach einzugeben, aber die eigentliche Last des Findens kann ein Programm einem natürlich nicht abnehmen. Die Hoffnung, binnen anderthalb Stunden fertig zu sein, zerrinnt.

Arbeit wird einfacher - etwas Mühe bleibt

Zumal auch die Wiso-Software sprachlich einen einmal im Jahr dazu gezwungenen Steuer-Laien nicht immer völlig verständlich scheint, wenn von „zivilrechtlichem Ausgleich“ die Rede ist oder „Anspruchsvoraussetzungen“ als Wortungetüm nicht aufgedröselt werden. Natürlich – im dicken Handbuch könnte die Erklärung stecken, doch ein Handbuch blättern zu müssen, das kann nicht der Sinn sein, wenn ich eine Software kaufe. Die sollte für mich im Verlauf des Programmes alles klären können.

So wühle ich mich durch die Steuerklärung, gedämpft im Optimismus, aber dennoch zufrieden zumindest die gröbsten Arbeiten deutlich bequemer absolvieren zu können.

Wie die meisten Steuer-Programme verfügt Wiso Sparbuch über einen Kasten, der den Nutzer informiert, ob und wenn ja  wie viel Geld er vom Finanzamt zurückbekommt oder noch nachzahlen muss. Es beginnt bei Null und solange nicht alle Möglichkeiten der Abschreibung eingegeben sind, können dort beunruhigend rote Zahlen stehen.

Das „Sparometer“ bietet den Link zu Tipps und Tricks. Viel ist in meinem Falle nicht zu holen, als Angestellter bleiben die Möglichkeiten beschränkt. Aber was möglich ist, da führt einen die Software bequem hin.

Wieviel Geld die Software am Ende zusätzlich an Steuerersparnis tatsächlich bringen wird, bleibt aber offen. Zwar berichten die meisten Nutzer von einer recht guten Prognose, doch am anderen Ende sitzt immer noch eine Sachbearbeiterin im Finanzamt. Und die kann mit ihrer Software zu vielen Dingen eine ganz eigene Meinung haben.

Urteil unseres Praxistests: Wiso Sparbuch bietet eine optisch gelungene und bedienungsfreundliche Unterstützung bei der Steuererklärung mit vielen Hinweisen auf Tipps und Tricks. Erklär-Videos lockern die Eingabe etwas auf - bringen aber nur selten wirklichen Mehrwert. Da sich in den vergangenen Jahren Nutzer über undurchsichtige Abo-Modelle beschwerten, haben die Hersteller des Wiso-Sparbuchs nun transparente Hinweise eingebaut. Unser Fazit: Durchaus empfehlenswert.

Urteil unserer Leser: Die einfache Bedienung, gute Übersichtlichkeit und hohe Verständlichkeit finden Anklang bei unseren Lesern. Sie sind weitgehend zufrieden mit dem Wiso Sparbuch. Kritisiert werden die undurchsichtigen Abo-Modelle, bei denen ein kostenpflichtiges Jahres-Abo bestellt wird. Dieses Problem haben die Hersteller der Software mit deutlichen Hinweisen mittlerweile aber gut gelöst. 15 Prozent der Nutzer finden die Software jedoch zu teuer - mit einem Preis ab etwa 25 Euro ist sie die teuerste Software in unserem Praxistest. Vermutlich sind sich auch deshalb nur 60 Prozent von ihnen sicher, das Wiso Sparbuch erneut zu nutzen. So gering fiel dieser Wert bei keiner anderen Software im Test aus. 

Preis der Software: ab 24,95 Euro im Internet-Versandhandel, der Download bei Buhl-Date kostet 29,95 Euro (springhin.de/wiso2009)

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