Steuerendspurt 2013: Die besten Steuertipps zum Jahresende

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Steuerendspurt 2013: Die besten Steuertipps zum Jahresende

von Harald Klein und Andreas Toller

Trotz guter Kassenlage sind 2014 keine Steuererleichterungen zu erwarten, höhere Steuern hingegen möglich. Höchste Zeit also, möglichst viel des Gewinns und Gehalts vor dem Finanzamt zu retten.

Die Geschäfte der meisten klein- und mittelständischen Betriebe laufen gut, Löhne und Gehälter sind gestiegen. Im Hintergrund wartet bereits das Finanzamt, um möglichst viel des redlich verdienten Geldes für den Staat zu kassieren. Auch angesichts milliardenschwerer Versprechen der neuen Bundesregierung bleibt die Gier des Fiskus ungebremst, selbst Steuererhöhungen sind nicht ausgeschlossen.

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„Höchste Zeit also, dass Unternehmer und Arbeitnehmer möglichst alle Steuerspartricks zum Jahresende nutzen“, rät Bernhard Leibfried, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater der Kanzlei KKLB in Fellbach bei Stuttgart. Hier sind die wichtigsten Praxistipps für Betriebe und deren Mitarbeiter sowie für den Privatbereich aller Steuerzahler.

Tipps für Betriebe

Kleinausgaben hochfahren

Ob Werkzeuge, neuer Chefsessel oder Handy – der Kauf solcher „geringwertigen Wirtschaftsgüter“, wie sie im Amtsdeutsch heißen, führt als Betriebsausgabe direkt zu Steuerersparnis. Sie müssen lediglich beweglich sein und dürfen je Stück nicht mehr als 410 Euro plus Mehrwertsteuer kosten. Damit die Einkäufe noch für 2013 steuermindernd wirken, muss sie die Firma noch bis Silvester gekauft haben – die Bestellung allein genügt nicht.

Beispiel: Der Betrieb kauft fünf Bohrer für netto je 150 Euro, zwei Bürostühle für je 400 Euro und zwei Handys für je 350 Euro. Insgesamt 2.250 Euro setzt die Firma sofort ab.  

Tipp: Am besten gehen Unternehmer mit einer Liste der Kleininvestitionen durch ihre Firma und kaufen umgehend ein.

Steuer-Studie Deutschland schröpft seine Unternehmen

Der Mittelstand gilt als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Im internationalen Vergleich haben die Betriebe aber einen Nachteil: Die Steuerlast ist höher als in den meisten Nachbarländern – und sie steigt weiter.

Ein Monteur arbeitet in der SKET Maschinen- und Anlagenbau GmbH Quelle: dpa

Planungen absetzen

Bei größeren Ausgaben sparen Firmenchefs bereits, wenn sie die Anschaffung erst planen. Investitionsabzugsbetrag heißt das Instrument hierfür und funktioniert so: Der Chef überlegt, welche neuen oder gebrauchten beweglichen Dinge er in den nächsten drei Jahren anschaffen will, etwa neue Firmenfahrzeuge und Maschinen. 40 Prozent des Kaufpreises gibt er wie eine Betriebsausgabe beim Finanzamt an und senkt damit sofort die Steuerlast. Höchstsumme aller Planausgaben: 200.000 Euro. Weitere Voraussetzung: Die Firma darf maximal 235.000 Euro Betriebsvermögen, der Kleinunternehmer bis zu 100.000 Euro Gewinn haben.

Beispiel: Auf der Planliste stehen drei Firmenwagen für insgesamt 100.000 Euro und zwei Maschinen für zusammen 60.000 Euro. 40 Prozent der insgesamt 160.000 Euro, also 64.000 Euro setzt der Unternehmer sofort ab.

Tipp: Eine Liste der geplanten Investitionen mit heutigem Kaufpreis genügt dem Finanzamt. Der Betrieb muss die geplanten Wirtschaftsgüter aber tatsächlich in den kommenden drei Jahren anschaffen.

20 Prozent extra einplanen

Die reguläre Abschreibung richtet sich nach einer amtlichen Tabelle (AfA-Tabelle) und läuft je nach Wirtschaftsgut unterschiedlich lang. Für Pkws zum Beispiel sechs Jahre mit je 16,66 Prozent des Kaufpreises. Für bewegliche Wirtschaftsgüter bringt dies 2013 nicht mehr viel. Doch ein Spezialtrick verschafft Firmen mit maximal 235.000 Euro Betriebsvermögen oder 100.000 Euro Gewinn sofortige Steuerlinderung: Die Sonderabschreibung von 20 Prozent für bis Silvester gekaufte Fahrzeuge, Maschinen und andere Dinge.

Tipp: Wer den Investitionsabzugsbetrag genutzt hat, muss diesen beim Kauf vom Preis abziehen, und kann dann mit Sonderabschreibung und regulärer Abschreibung Steuern sparen.  

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