Steuerfahndung : Hoeneß hat offenbar mehr als 27,2 Millionen Euro Steuern hinterzogen

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Steuerfahndung : Hoeneß hat offenbar mehr als 27,2 Millionen Euro Steuern hinterzogen

, aktualisiert 11. März 2014, 15:59 Uhr

Die Summe, die Uli Hoeneß an Steuern hinterzogen haben soll, steigt immer weiter. Nicht 18,5 Millionen Euro, sondern mehr als 27,2 Millionen Euro sollen es sein. Das berichtet die Steuerfahnderin vor dem Münchner Landgericht.

Die Steuerschuld von Uli Hoeneß liegt nach Angaben der Rosenheimer Steuerfahnderin vor dem Münchner Landgericht noch höher als vom Bayern-Präsidenten eingeräumt. Laut ihrer Aussage vom Dienstag schulde Hoeneß dem Fiskus mindestens 27,2 Millionen Euro und nicht 18,5 Millionen, wie er am Montag erklärt hatte.

Dennoch wird es im Steuerprozess gegen Uli Hoeneß wohl nicht zu einer Urteilsverkündung an diesem Donnerstag kommen. „Es ist nicht mehr sehr wahrscheinlich, dass es so sein wird“, sagte Gerichtssprecherin Andrea Titz am Dienstag und betonte: „Es ist durchaus davon auszugehen, dass weitere Termine erforderlich sein werden.“ Für Mittwoch ist ein Betriebsprüfer als zusätzlicher Zeuge geladen. Laut Titz ist zu erwarten, dass noch weitere Zeugen benannt werden. Außerdem habe Bayern-Präsident Uli Hoeneß bei der Einreichung von Unterlagen in seinem Steuerverfahren mehrmals Fristen verstreichen lassen. Die Aussagen der am Dienstag vernommenen Rosenheimer Steuerfahnderin im Prozess vor dem Münchner Landgericht hätten ergeben, dass „über einen sehr langen Zeitraum gar keine Unterlagen nach Erstattung der Selbstanzeige eingereicht wurden“, berichtete Gerichtssprecherin Andrea Titz. Zudem habe die Zeugin dargestellt, dass „immer wieder neue Fristen“ gesetzt wurden und dass diese „jeweils wieder verstrichen sind, ohne dass Unterlagen eingereicht wurden“, erklärte Titz.

Die ersten neuen Dokumente nach Hoeneß' Selbstanzeige am 17. Januar 2013 seien am 27. Februar 2014 eingereicht worden. Diese Unterlagen seien „entgegen den ursprünglichen Bekundungen dann doch nicht vollständig“ gewesen, berichtete Titz. Am 5. März, also fünf Tage vor Verhandlungsbeginn, seien dann „nochmals neue weitere Unterlagen nachgereicht“ worden, erklärte die Gerichtssprecherin. Gehört wurde am Dienstag eine. Rosenheimer Steuerfahnderin Nach Angaben der Steuerfahnderin gaben die Behörden Hoeneß und seinen Beratern die Gelegenheit, die Selbstanzeige nachzubessern. Erst danach leiteten sie ein Ermittlungsverfahren ein und durchsuchten das Anwesen von Hoeneß am Tegernsee. Für den Mittwoch ist noch ein zusätzlicher Zeuge geladen. Es handelt sich um einen Betriebsprüfer, der Hoeneß, weil dieser Einkommensmillionär ist, regelmäßig überprüft.

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Nach dem spektakulären Millionen-Geständnis von Uli Hoeneß hat der zweite Verhandlungstag im Prozess gegen den Präsidenten des FC Bayern begonnen. Das Landgericht München II beschäftigt sich mit den umfangreichen neuen Unterlagen, die Hoeneß' Anwälte erst kurz vor dem Steuerstrafverfahren eingereicht hatten. Befragt wird eine Steuerbeamtin aus Rosenheim, die die 70 000 Seiten derzeit unter die Lupe nimmt. Die entscheidenden Fragen des Tages werden sein, ob die Sichtung dieses Aktenberges mehr Zeit benötigt. Darüber hinaus muss sich zeigen, was das Eingeständnis von Hoeneß zum Auftakt des Prozesses, insgesamt 18,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen zu haben, für den Bayern-Boss bedeutet.

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