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Steuerhinterziehung: Schwarzgeld-Schmuggler fliegen massenhaft auf

von Daniel Schönwitz

Wer sein geheimes Vermögen aus der Schweiz oder Luxemburg zurückholt, lebt gefährlich. Das belegt die Jahresstatistik des Zolls, die Finanzminister Wolfgang Schäuble heute stolz präsentiert hat.

Geldkoffer für den Schwarzgeld-Schmuggel Quelle: dpa
Der Geldkoffer für den Schwarzgeld-Schmuggel kommt vor, ist aber die Ausnahme Quelle: dpa

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Deutschlands Steuerhinterzieher sind weiterhin hochgradig nervös: Auch im vergangenen Jahr haben sie reihenweise versucht, ihr Schwarzgeld aus Steueroasen wie der Schweiz und Luxemburg zurück in die Heimat zu schmuggeln. Das belegt die aktuelle Zollstatistik, die Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am heutigen Freitag in Berlin präsentiert hat. Demnach haben Zollbeamte 2011 Bußgeldbescheide gegen 2295 Personen verhängt, die Bargeldsummen von mehr als 10.000 Euro im Gepäck hatten und dies trotz Nachfrage nicht meldeten.

Damit übertrafen die Zöllner sogar das 2010er-Ergebnis von 2282 Bußgeldbescheiden. Die Zahl der Bargeldfunde lag somit weiter auf sehr hohem Niveau. Zum Vergleich: 2009 wurden  lediglich 1860 Bußgelder verhängt, 2008 sogar nur 699.

"Haben Sie Bargeld dabei?"

Zöllner kontrollieren stichprobenartig, ob Reisende hohe Bargeldsummen im Gepäck haben. Die Kontrollen können direkt am Grenzübergang stattfinden, aber auch durch mobile Einsatztrupps, die einige Kilometer im Landesinneren lauern. Wer mehr als 10.000 Euro dabei hat, muss dies den Zöllnern mitteilen. Wenn Reisende schweigen und die Ermittler trotzdem hohe Summen finden, informieren sie per Kontrollmitteilung das Finanzamt des Betroffenen.

Bild: Hauptzollamt Ulm

Die Summe des Schwarzgeldes, die die Fahnder insgesamt entdeckten, wird leider nicht veröffentlicht. Allerdings teilte das Bundesfinanzministerium mit, dass sie neben Bargeld auch Kontoauszüge und andere Unterlagen aufspürten, die auf ein Auslandsvermögen von 769 Millionen Euro hindeuten.

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Besonders erfolgreich waren die Zöllner an der Schweizer Grenze. „Wir haben 2011 ein sehr gutes Ergebnis erzielt“, sagt Hagen Kohlmann vom Hauptzollamt Ulm, in dessen Bezirk eine der beliebtesten Schmuggelrouten für Bargeld liegt: das Dreiländereck Deutschland-Schweiz-Österreich rund ums idyllische Lindau am Bodensee. Allein in dieser Region, berichtet Kohlmann, hätten Zollbeamte im vergangenen Jahr drei Millionen Euro Bargeld entdeckt – ein Plus von zehn Prozent gegenüber 2010.   

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