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Steuerhinterziehung und Bankgeheimnis: Schwarzgeld-Oase Schweiz trocknet aus

von Andreas Toller mit Material von dpa / rtr

Die Schweizer Bank UBS fällt als erste um: Nach einem Steuerstreit in den USA werden die Eidgenossen wohl erstmals von ihrem geliebten Bankgeheimnis abrücken. Ein Dammbruch?

Die Niederlassung der Quelle: REUTERS
Die Niederlassung der Schweizer Bank UBS in New York. Im Steuerstreit zwischen UBS und der US-Steuerbehörde sollen die Schweizer Kontodaten von 52.000 US-Bürgern preisgeben. Quelle: REUTERS

Die Schweizer Großbank UBS steht auch nach einer vorläufigen Einigung mit der US-Steuerbehörde weiter unter Druck. Die Bank bestätigte heute Meldungen aus den USA, nach denen das US-Justizministerium sowie die US-Steuerbehörde per Zivilklage Einsicht in weitere Daten von US-Kunden verlangten, die nicht deklarierte Konten in der Schweiz haben. Die Zivilklage in Florida werde man „rigoros anfechten“, erklärte die Bank.

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Die Steuerbehörde fordert Einblick in alle UBS-Konten von US-Bürgern. Nach Medienberichten soll es sich bei den Konten um 32.000 Bargeld- und 20.000 Aktien-Konten mit einem Volumen von fast 15 Milliarden Dollar (etwa zwölf Milliarden Euro) handeln.

Steuerbetrug oder Steuerhinterziehung?

Nach UBS-Angaben war die Klage im Zuge eines Mahnverfahrens vom Juli 2008 erwartet worden. Die UBS betrachtet die geforderten Kunden-Informationen als durch das Schweizer Bankkundengeheimnis geschützt. Die Bank geht davon aus, dass sie der Klage „substanzielle rechtliche Argumente entgegen setzen kann“. Das Schweizer Recht unterscheidet zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung. Aufgrund dieser Rechtsauffassung verweigerte die Alpenrepublik bislang jegliche Kooperationsgesuche der Steuerfahnder aus anderen Ländern. Steuerhinterziehung ist in der Schweiz kein Straftatbestand.

Vorgestern hatte die Bank bestätigt, dass sie sich für 780 Millionen Dollar und die Herausgabe von Kundendaten im Steuerstreit mit Amerika eine Atempause erkauft hat und es zunächst zu keiner Anklage in den USA kommen werde. Es soll sich um rund 300 Kunden handeln, deren Daten ohne rechtliche Einspruchsmöglichkeit bereits den US-Behörden vorliegen. In der Öffentlichkeit wurde die Einigung bereits als das Ende des Schweizer Bankgeheimnisses bewertet.

Ende des Schweizer Bankgeheimnisses?

Die Schweizer Finanzaufsicht FINMA hatte die UBS im Streit mit den US-Behörden aufgefordert, die Namen von Kontoinhabern zu nennen. Die Vorwürfe in den USA könnten für die Zahlungsfähigkeit der UBS «drastische Konsequenzen» haben und deren Existenz gefährden, begründete die FINMA ihre Entscheidung. Damit stehe «die Stabilität des Schweizer Finanzsystems» auf dem Spiel. Schweizer Gesetze «schützen keine Steuerbetrüger», erklärte der Schweizer Finanzminister Hans-Rudolf Merz.

Beugt sich UBS nun dem Druck der USA und gibt auch noch die Bankdaten der 52.000 US-Bürger heraus, wäre dies wohl der Anfang vom Ende des wohl größten und bedeutendsten Schwarzgeldzentrums auf dem Globus. Denn mit dem Rückenwind aus den USA werden nun auch die europäischen Nachbarländer der Schweiz den Druck erhöhen. Die EU hat bereits deutlich gemacht, dass sie auf einer Gleichbehandlung mit den USA bestehen wird. Auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hatte die Schweiz wegen ihrer Anziehungskraft für ausländische Steuerflüchtlinge scharf angegriffen.

17 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 28.02.2009, 17:35 UhrAnonymer Benutzer: Peter

    Das dauernd von der Schweizer Regierung änderungen bezüglich Steuerhinterziehung und Steuerbetrug verlangt wird ist eine Frechheit. Nicht die Politiker haben das letzte Word in der Schweiz sondern das Volk (direkte Demokratie). Doch davon verstehen hier einiege aroganten Deutschen sowieso nichts da Sie ja ihr lebenlang fremd regiert wurden (Steinbrück und Co.).

  • 24.02.2009, 14:23 UhrAnonymer Benutzer: Makel

    @rheinfall: Man kann es nicht besser formulieren!
    Die Parasiten in D sind nicht diejenigen die ihr Erspartes ins Ausland bringen. Die Parasiten sind diejenigen die ständig mit neuen Steuer-Gesetzen, -Verordungen und -Kontrollen den Leistungsträgern in D es schwer machen überhaupt ein Vermögen zu bilden und die erpresste Steuer im hohen bogen wieder aus dem Fenster werfen.

    ich spreche hier nicht über die paar betrüger die versuchen Drogengelder oder sonstige unrecht erworbenes Vermögen beiseite zu schaffen. ich spreche hier von den Millionen Gewerbetreibende, Mittelständler und höhere Angestellte die dem deutschen Staat nicht mehr trauen und Angst um ihr sauer verdientes, mit hoher Steuer schon versteuertes, Einkommen haben.
    Je mehr von Steiten Steinbrücks diese bürger kriminalisiert und gegängelt werden, desto mehr verlassen diese bürger mit ihrem Vermögen das Land. Die Geschichte wiederholt sich. Diese Situation gab es in D in anderen Ländern schon zig male. Aber trotzdem fällt der deutsche Michel immer wieder auf dieses Märchen rein.

  • 23.02.2009, 22:30 UhrAnonymer Benutzer: minimus

    an ganar
    ihr kommentar zeigt, dass sie in ihrem leben nie ihr geld vedienen mussten, sie sind ein richtiges beamtenarschloch;und bleiben sie nur in ihrer kriminellen vereinigung mit steinbrueckk & co,
    sollten sie irgentwann mal nachdenkenn , dann werden sie verstehen
    das es an der zeit ist so ewas wie sie als erstes auzurotten
    viel glueck: parasit

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