Stiftung Warentest: Trotz Verbots kassieren Unternehmen bei Telefonhotlines ab

ThemaRecht

Stiftung Warentest: Trotz Verbots kassieren Unternehmen bei Telefonhotlines ab

Bild vergrößern

Viele Unternehmen haben für ihre Kunden eine Hotline eingerichtet, ob mit einem Callcenter. Wer in der Warteschleife landet, muss eigentlich keine Gebühren zahlen.

Bei Telefonhotlines ist die Zeit in der Warteschleife trotz eines Verbots oft immer noch kostenpflichtig. In einigen Fällen wurden sogar falsche Versprechungen gemacht.

Es ist ein Klassiker: Wer bei einem Kundendienst anruft, hört in der Regel erst mal Musik, um die Wartezeit zu überbrücken. Schön und gut, aber oft kostet diese Warteschleifen-Zeit die Kunden auch noch Geld - trotz eines neuen Verbots kassieren einige Unternehmen noch immer ab. Das ergaben Kontrollanrufe der Stiftung Warentest.

Die Tester riefen 171 Kundendienstnummern an und landeten bei 37 in einer Warteschleife. Bei elf Anbietern fielen laut Stiftung Warentest ungerechtfertigte Gebühren an, darunter Unternehmen wie das Deutsche Rote Kreuz, der Ticketvermittler Ticket Online oder der Haushaltswarenhersteller WMF. Dabei sind derartige Gebühren seit dem 1. Juni untersagt, es sei denn, es handelt sich um pauschal berechnete Gespräche. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen bezeichnete das Verhalten der Unternehmen als nicht haltbar. Die Bundesnetzagentur müsse dagegen vorgehen.

Anzeige

Telefon-Hotlines Kosten für Warteschleifen sollen abgeschafft werden

Demnächst könnten Telefon-Warteschleifen kostenlos werden. Vor allem bei Billigfliegern und DSL-Anbietern entstehen den Kunden teils zweistellige Kosten und Wartezeiten, ergab ein Test. Doch es gibt auch positive Ausnahmen.

Callcenter Quelle: dpa

Die Neuregelung sollte Geschäftemacherei mit Warteschleifen verhindern. Dabei gilt laut Bundesnetzagentur die Zeit als Warteschleife, bis nach dem Rufaufbau die Bearbeitung beginnt - durch einen persönlichen Ansprechpartner oder eine Computerstimme.
„Sollten Unternehmen die Regelungen nicht umsetzen, werden wir dies entsprechend verfolgen“, hatte Netzagentur-Präsident Jochen Homann zum Start der Neuregelung angekündigt. Bei Verstößen drohen Anbietern Bußgelder bis zu 100 000 Euro. Betroffene können sich an die Bundesnetzagentur und an die Verbraucherzentralen wenden.
Die Warentester stießen in ihren Anrufen vom 3. Juni bis 19. Juni sogar auf Fälle, in denen namhafte Unternehmen wie AEG oder Ikea versprachen, ihre Bandansage sei kostenlos - und die dann doch Geld verlangten. Per Ansage müssen Unternehmen auch mitteilen, wie lange die Wartezeit wohl dauert. Auch Bandansagen dürfen nichts kosten, schreibt die Stiftung, denn sie seien ebenfalls Warteschleifen. Die Verbraucherzentralen forderten, das Gesetz nachzubessern, sollte sich ein Trend zum Abkassieren abzeichnen.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%