Streit um Hypothekendeals: Goldman Sachs zahlt Milliardenvergleich

Streit um Hypothekendeals: Goldman Sachs zahlt Milliardenvergleich

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Das Logo von Goldman Sachs.

Goldman Sachs hat sich im Streit um dubiose Hypothekengeschäfte auf einen Deal mit dem US-Justizministerium eingelassen. Die US-Großbank hat sich zu einer Milliardenzahlung bereiterklärt.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs wird abermals von der Vergangenheit eingeholt. Das Geldhaus zahlt mehr als fünf Milliarden Dollar, um Hypothekenklagen aus der Finanzkrise vom Tisch zu räumen. Nur ein Teil davon ist durch Rückstellungen abgedeckt. Deshalb gab es im abgelaufenen vierten Quartal einen deutlichen Dämpfer beim Gewinn, wie Goldman in der Nacht zum Freitag mitteilte. Die Zahlen werden am kommenden Mittwoch erwartet.

Viele Großbanken hatten sich auf dem amerikanischen Immobilienmarkt über Jahre eine goldene Nase verdient. Sie reichten Hypotheken an mittellose Familien aus und blähten damit ihr Kreditgeschäft auf. Die Risiken wurden anschließend an Investoren weitergereicht - in Form von hochkomplexen Anleihen, die den Banken ebenfalls hohe Gebühren in die Kasse spülten. Als der Markt 2007 kollabierte, erwiesen sich diese Bonds als wertlos. Viele der Käufer klagten gegen die Banken. Im jüngsten Fall hat sich Goldman nun im Grundsatz mit einer Reihe von Behörden geeinigt, darunter dem US-Justizministerium. Es geht um Anleihen, die zwischen 2005 und 2007 verkauft wurden. Mit den fünf Milliarden Dollar werden nicht nur Strafzahlungen beglichen, es soll auch Hilfe für hoch verschuldete Kreditnehmer geben.

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Unter dem Strich fällt die Rechnung vergleichsweise glimpflich aus: Die Bank of America zahlte in einem ähnlichen Vergleich 2014 fast 17 Milliarden Dollar, bei JP Morgan waren es 2013 rund 13 Milliarden Dollar. Auch die Deutsche Bank, die auf dem US-Häusermarkt kräftig mitmischte, wartet noch auf einige Hypothekenstrafen und hat dafür viel Geld zur Seite gelegt, wie Insider berichten. Das Thema Hypotheken zähle nach wie vor zu jenen Rechtsstreitigkeiten, die dem Institut am meisten unter den Nägeln brennen.

Goldman hatte bereits im Sommer angekündigt, dass eine hohe Strafe naht. Im zweiten Quartal legte die Bank überraschend 1,45 Milliarden Dollar dafür zur Seite. Im Schlussquartal 2015 ist das Ergebnis wegen der Sonderbelastung nun nach Konzernangaben noch einmal um 1,5 Milliarden Dollar abgeschmolzen. Das ist ein zusätzlicher Nackenschlag. Denn auch das Kerngeschäft läuft nicht rund: Die Unsicherheit an den Finanzmärkten belastet das Handelsgeschäft der großen Institute. Das hatte sich in dieser Woche bereits in der Bilanz von JP Morgan gezeigt.

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