Testament: Drei Fragen an Herrn Bittner

Testament: Drei Fragen an Herrn Bittner

Andreas Bittner ist Partner bei GGV Grützmacher Gravert Viegener in Frankfurt.

  • Herr Bittner, Ehegatten können sich als Vorerben und die Kinder als Nacherben einsetzen. Was bedeutet das in der Praxis?

    Der Vorerbe muss das Vermögen dann so verwalten, dass für die Nacherben die Substanz erhalten bleibt. Anders als beim verbreiteten Berliner Testament kann er zum Beispiel nicht einfach das geerbte Haus verkaufen. Deshalb wird im Grundbuch ein Nacherbenvermerk eingetragen. Nachteil ist, dass der Vorerbe ohne Zustimmung der Nacherben oft kaum handlungsfähig ist, etwa wenn er für eine große Reparatur einen Kredit braucht.

  • Jüngst machte ein Gericht einen Vorerben plötzlich zum Vollerben, der frei über das Vermögen verfügen kann. Wie geht das?

    Das ist nur unter bestimmten Umständen denkbar, die vom jeweiligen Testament abhängen. Hier lag es daran, dass die als Nacherben eingesetzten Kinder nach dem Tod des ersten Elternteils ihren Pflichtteil eingefordert hatten.

  • Müssen andere Nacherben sich nun Sorgen machen, dass ihr späteres Erbe verschwindet?

    Nein, es kommt immer auf den Willen des Erblassers an. Im genannten Fall hatte der Ehemann im Testament deutlich gemacht, dass er seine Ehefrau zur Alleinerbin machen wollte, wenn die Kinder ihren Pflichtteil einfordern würden. Ohne diese Regelung wäre die Frau Vorerbin mit den gesetzlichen Beschränkungen geblieben.

Anzeige
Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%